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3 (1854) A - Z
Entstehung
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GRAFEN V. liYBEN.

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linke einen iiie Sachsen einwärtskehrenden, lilaucn Adlersfliigcl. Den Schild hältrechts ein geharnischter Hilter mit geschlpssenem Visir, welcher mit der Hechteneine Lanzenstange nach einwärts auf den Böden stemmt, an welcher oben nachauswärts eine rollte, ganz mit einem breiten silbernen Kreuze bezeichnete Fahneweht, deren Milte mit dein Kopfe des Adlers im Schilde belegt ist. Links hältden Schild ein auswärtssehender, natürlicher Löwe mit einer gleichen Lanzenstangeund mit blauer Fahne in der linken Vorderprankc. Wie beschrieben, giebt diesesWappen das mit so grosser Sorgfalt redigirte meklenburgische Wappenbucb, Tab.XIV. No. 52. Der Adler auf dem Helme des Stammwappens kommt auch ganzund nicht nur aufwachsend vor. Das ditn. W.-Il. I. 134 giebt an:En udenlandskSlägt, som i dette Aarhundrede er kommet Iii Holsteen, og derfra Iii Dannemark.Vaabenet er i guld Fehlt en sort Orn med udslagne Vinger ofFedder, bärende paaIlovedet tre Som, og ligesaa paa Gver af Vingcrne; ligesaa paa Hielmen", unddemgemäss ist Tab. XXIV, 14 das Wappen abgebildet.

Alles, soviel bekannt ist;, oslfriesisches Adelsgeschlecht, welches imAnfange des 18. Jahrhunderts nach Holstein, und gegen Ende desselbennach Meklenburg gekommen ist, wo das gräfliche Haus jetzt Mühl, llajov.Eyhen war ostfriesischer Rath und Oberamtmann. Von demselben stammteHulderich v. Eyben (nach Gauhe: Ulrich v. Eyben), dessen alter Adel 1680vom Kaiser Leopold I. erneuert wurde. Derselbe wurde unter die unmittel-bare Reichsritterschaft am Rhein aufgenommen und starb, als Jurist inhohem Ansehen stehend, im Jahre 1699 als k. k. Rath und Reichs-Kammer-gcrichts-Assessor. Von den Söhnen desselben war Christian Wilhelm herz.llolstein-Göttorp. Minister und 1716 Reichstagsgesandler zu Regensburg,und Ulrich kommt schon 1710 als herzogl. Holstein-Gottorp. Hof- und Ju-slitienrath vor. Was die Uebersiedelung der Familie nach Meklenburganlangt, so wurde der kön. dän. Geh. Rath und Canzler dos Obergerichlsin Glückstadl, Adolph Göttlich v. Eyben, Herr auf Liilgenhor, 1791 in diemeklenburgische Ritterschaft aufgenommen. Der Sohn desselben, kön. dän.Gesandter am Bundestage zu Frankfurt a. M. wegen der Herzogthümer Hol-stein und Lauenburg, wurde in den dänischen Grafenstand erhoben. Biszum Jahre 1817 findet sich derselbe in den Angaben über die Gesandtenam Bundestage als Freiherr, von 1819 aber als Graf;aufgeführt, und zuletztwird derselbe 1825 genannt.

Der Sohn dieses ersten Grafen v. Eyben ist das jetzige Haupt desgräflichen Hauses:

FRIEDRICH ADOLPH GOTTLIER Graf v. Eyben, Herr auf Ruhethal,früher grosslierz. Meklenb.-Slrel. Landrath, seil Ostern 1854 aber Ober-landdrost und Vorsitzender der grosslierz. Meklenb.-Slrel. Landvoigtei desFürstenlhums Ratzeburg zu Schönberg. Derselbe bat den Stamm, sovielbekannt ist, fortgepflanzt. Die Schwester des genannten Grafen ist mitdem Freiherrn v. Pechlin, früher kön. dän. Gesandten am Bundeslage, jetztGouverneur des Ilerzogthums Lauenburg, vermählt. Weiteres und Nähe-res über die gräfliche Familie hofft die Redaction in denZusätzen" gebenzu können.