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GRAFEN IIRASKOVICH V. DRACHENSTEIN.
links silbern und blau. — Nach TyrolTs N. A. VV.-W. ( II. 2, 114) ist der Schildebenfalls quadrirl. Iin 1. und 4. blauen Felde siebt einwärtsgekehrt ein gekrön-ter, goldener Greif in einer auf einem Hügel ruhenden Krone. Hie goldene Kugelhält im 1. Felde der Greif mit der linken, im 4. mit der rechten Vorderpranke.Feld 2und3 sind rolli und zeigen einwärtsgekehrt den oben beschriebenen schwar-zen Adler auf der Krone. Den Schild bedeckt eine 7pcrlige Krone.
Sehr alte, ursprünglich aus Dalmatien und Bosnien, von dem ehe-m aligen vornehmen Gesclilcchtc Suadich stammende Familie, welche seitdem 12. Jahrhundert, zu dessen Ende Iwanus de Suadich vorkommt, imBesitze der Grafschaften Tininio, Hudina und Czettina war, und seit 1290durch die Söhne des Andreas Grafen zu Hudina und CzetLina den jetzigen Na-men: Draskovich führt. Durch den Einbruch der Türken in die genanntenLänder, nach der Mohacser Schlacht, gingen die erwähnten Herrschaftenin der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verloren, und die Familie begabsich nach Croatien, wo dieselbe 1569 vom Kaiser Maximilian II. mit denHerrschaften Trakostyän (Drächenslein) und Klenovnik belehnt, sowie inden Reichsfreiherrenstand erhoben wurde. Letzteren bestätigte KaiserRudolph II. 1592 dem ganzen Geschleehte von Neuem. Den Reichsgrafen-stand erhielt die Familie im Jahre 1632 vom Kaiser Ferdinand II. in derPerson des Banns in Croatien, Johann , später Palalinus in Ungarn (s. unten).— Die Familie hat sich im Laufe der Zeit immer weiter ausgebreitet, ist zugrossem Grundbesitz gelangt, und durch eine grosse Zahl ihrer Glieder,der Träger hoher geistlicher und weltlicher Würden, zu grossem Ansehengekommen. Paulinus Draskovich starb 1322 als Bischof von Scardana undwurde später selig gesprochen, und Georg Draskovich, Bischof von Filnf-kirehen und Agram und Gesandter des Königreichs Ungarn auf dem Triden-linisrhen Concil, später Cardinal, Erzbischof von Colocsa und Bischof vonRaab, sowie kais. Statthalter in Ungarn, starb 1588 (nicht 1587J. DerNefro des Letzteren, Johann Drask — Sohn des Freiherrn Caspar — gest.1610, war Bauns von Croatien und Vicepräsident des Hofkriegsraths. Vondemselben slammte aus der Elte mit Eva v. Istuanfly Johann , gest. 1648,Palalinus von Ungarn, verm. mit Barbara Gräfin Turzo v. Belhlen-Falva,dessen älterer Sohn Nicolaus , Judex Curiae von Ungarn, 1687 starb. Wieangegeben, läuft durch in der Geschichte Ungarns sehr berühmte Gliederaus diesem Geschlechte die Stammreihe bis in die neueste Zeit fort. Deserwähnten Nicolaus Stamm erlosch mit dem Enkel Johann, dem Sohne desAdam Franz, im Jahre 1779, der von dem jüngeren Bruder des Nicolaus,Johann (in der vollständigen Familiengeschichte: Johann VIII.) gepflanzleStamm aber blüht noch jetzt. Johann (VITT.)] gest. 1692, k. k. Geh. Rath,Kämmerer, General-Feldmarschall-Licutenant und Cuhiculariorum RegaliumMagister, sowie Oberstkämmerer des Königreichs Ilungarn, hinterliess aus derEhe mit Maria Magdalena Gräfin v.Nädasdy nur einen Sohn gleichen Namens:Johann (IX.), gest. 1733, k. k. wirkl. Geh. Rath, Kämmerer, Hofkriegsralh,General-Feldzeugmeister etc., verm. 4. Febr. 1704 mit Maria Calharina Grä-fin v. Brandis. Von den zwei Söhnen des Letzteren pflanzte der Jüngere,Johann Casimir, das Geschlecht fort. Derselbe, geb. 4. März 1716, gest.im Oct. 1765, zuletzt k. k. General-Feldzeugmeisler, Geh. Rath und com-mandirender General in Siebenbürgen, hatte aus der Ehe mit Susanna Gräfin