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3 (1854) A - Z
Entstehung
Seite
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GRAFEN V. DOUGLAS.

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in welchem drei silberne, iunlspilzige Sterne neben einander stellen; im Schildeselbst, welches silbern ist, schwebt eine schwarze, fiinfblättrige Rose, welche miteinem rothen, mit goldener Königskrone gekrönten Herzen belegt ist (Stammwappen).

1 in Silber ein auf griinem Boden auf einem schwarzen, mit rother Decke beleg-ten Rosse rechtsbin reitender, silbern geharnischter Feldherr mit offenem Helmund rother Feldbinde, in der erhobenen Rechten den Commandostab schwingend;

2 und 3 in Blau ein rother, nach der rechten Seite aufgerichteter, einfach ge-schweifter Löwe mit ausgeschlagener Zunge, welcher in der rechten Pranke einensilbernen Palmzweig, in der linken aber einen silbernen, grossen Kieselstein trägt,und 4 in Silber ein mittelalterlich gekleideter, aufrecht im freien Felde stehender,vorwärtssehender Krieger. Rock, Beinkleid und Hut sind roth, Feder und Feld-binde silbern, und die kniehohen Stiefeln schwarz. Der linke Arm ist in dieSeite gestemmt und die rechte Hand stützt sich auf einen kurzen Musqueton.Den Schild bedeckt die Grafenkrone, und auf dieser stehen drei gekrönte Helme.Der rechte Helm trägt ein silbernes Castell mit vier Zinnen, Thor und 2 Fenstern,aus weichein ein rechtsgekehrter, rolher Löwe aufwächst, in der rechten Yorder-prankc ein Schwert, in der linken einen grünen Palmzweig hallend; der mittlereeinen rechtsgekehrten Salamander in Flammen (Helm des Stammwappens), und derlinke den Reiter des ersten Feldes. Die Helmdecken sind rechts roth und silbern,links blau und golden, und den Schild halten zwei einwärtssebende, silberne Ein-hörner. Bei dieser Beschreibung ist auf das schwedische Wappenbuch in der Aus-gabe von 1764 (I. 19) besondere Rücksicht genommen. In den früheren Ausgabendieses Werkes von 1745 und 174B kommen einige Abweichungen vor. Im ziem-lich undeutlich gehaltenen Mittelschilde stösst an das blaue Schildeshaupt ein an-scheinend schwarzer Querbalken, und an diesen unmittelbar die Figur, welche dieRose vorstellen soll. Von einem Herzen in derselben ist nichts zu sehen. DieLöwen im 2. und 3. Felde halten in der linken Pranke eine silberne Kugel undsind gekrönt, das Castell auf dem rechten Helme hat vier Fenster (2 und 2), derReiter auf dem linken Helme sprengt links und hält den Commandostab in derLinken nach rechts, die Helmdecken sind blau und silbern etc. Das Geneal.Taschenbuch der gräfl. Häuser (1853. 186) giebl den Mittelschild, wie folgt, an:in Silber ein golden gekröntes, rolhes Herz unter einem blauen Schildeshaupte,worin drei fiinfstrahlige, silberne Sterne, quer neben einander. Allerdings führen,wie auch Burke angiebt, die vier jetzt in England blühenden Häuser Douglas dasStammwappen auf diese Weise, doch sind die jetzigen Grafen v. Douglas Nach-kommen des schwedischen Grafen Robert Douglas, und somit stellt denselben dasWappen des Letzteren zu.

Die Grafen v. Douglas (Duglas) stammen aus einer sehr alten, vor-nehmen und berühmten Familie in Schottland, welche sich weit ausgehrei-te l und in mehrere Linien, die Iheils den gräflichen, theils den herzoglichenTitel führen, getlieill hat, und zu welcher die Grafen v. Duglas, Ormond,Forfar, Wigton, Angus etc. gehörten, welche immer zu den Vornehmsten inSchottland gerechnet wurden. Robert Douglas ging in der ersten Hälftedes 17. Jahrhunderts in schwedische Dienste, zeichnete sich während desganzen 30jährigen Krieges unter Gustav Adolph, Bernhard von Weimar,Bandr, Torstenson und Wrangel aus, erwies sich auch als geschickter Un-terhändler, wurde 1057 kön. schwed. General-Lieutenant (Gauhe führtdenselben unrichtig als Feldmarschall auf), erhielt als General von der Kö-nigin Christine von Schweden, 2S. Mai 1654, das Grafendiplom als Grafv. Sköningen, und starb 1662 ebenfalls am 28. Mai, nachdem er auch demKönig Carl X. während des Feldzugs in Polen im Jahre 1655, sowie gegendie Dänen wichtige Dienste geleistet hatte. Derselbe hatte sich mit Hed-wig v. Monier 1646 zu Leipzig vermählt und mit derselben seinen Stammforlgeselzt. Von seinen Nachkommen wurde Carl, kön. schwed. General,