GRAFEN V. CIÜRLETTI-SOHÖNBRITNN.
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reclitcn oberen Winkel befindlichen goldenen Sonnenstrahlen gerichtet ist; untenin Silber auf grünem Boden ein Olivenhaine von natürlicher Farbe. Den Schilddeckt die Grafenkrone, auf welcher drei Helme stehen, von welchen der rechteund linke mit einem silliern-roth-blauen Wulste, dessen gleichfarbige Bänder nachaussen fliegen und über dem Wulste mit einem grünen Kranze bedeckt sind, dermittlere aber gekrönt ist. Der rechte Hehn trägt den Olivenbaum der unterenScbildeshälfte, der mittlere zwischen zwei von Silber und Roth in zwei Reihen,jede von 7 Feldern, mit gewechselten Tincturen geschnellten Büft'elsbörnern einenWasserfall (Belfonte), und der linke die Taube der oberen Schildeshälfte. Die Ilelm-decken sind rechts und links blau, rot Ii und silbern-, und in der Mitte rotli undsilbern. — Das Geneal. Taschenb. d. grätl. Häuser 11853. S. 142) hat von diesemWappen auch die Helme und den Schmuck derselben, doch vvolil nicht genau,angegeben. Der rechte trägt nach diesen Angaben nur den Olivenbaum, der ge-krönte mittlere einen grünen Hügel, über welchem ein Bächlein einen Wasserfallbildet, und der linke Helm die Taube, auf einem Kranze sitzend.
Die Grafen Ciurletti stammen aus einem alten Patriziergeschlechte derStadt Trient, dessen Name früher Zurlett war. Dieser Name wurde inChiurletli und später in Ciurletti verändert. Gian Antonio Zurlett, Trienti-nischer Bürger, baute im Anfange des 16. Jahrhunderts für die vom Cardi-nal Bernhard von Cles, Fürstbischof von Trient, errichtete Kirche SantaMaria Maggiore in Trient die Orgel, welche noch heute für ein Meisterstückgilt, und wurde vom Cardinal zur Belohnung seiner-Kunst geadelt, derSohn desselben aber, Gian Paolo (Gian Battista) erhielt auf Vermitlelungdes genannten Cardinais vom Kaiser Carl V. 8. Juni 1551 den Reichsadel.Von Gian Paolo, in erster Ehe vermählt mit seiner Base Maria Zurlett, undin zweiter mit Dominica dei Zenobii-Pahi (Dominica Zenobiis) stammteFranz , verm. mit Luzie Gruber, welcher der erste seines Geschlechts war,der die Würde eine Capo-Console der Stadt Trient, bis zur Auflösung desFürstenthums Trient die oberste Würde in demselben, bekleidete. Von denfünf Söhnen desselben stiftete Bartholomäus die 1647 erloschene Linie derHerren v. Ciurletti, Gian Antonio die noch in Trient blühende Linie derGrafen Ciurletti, und Joseph die in Salzburg mit Johann Christoph ausge-gangene Linie der Herren v. Ciurletti-Gian. Antonio , Kammerherr und Ge-sandter der Pfalzgrafen und Herzöge von Bayern, Wilhelm und Ferdinand,hei Franz, Grossherzog von Toscana, vermählte sich mit Ginevra v. Ales-sändrini zu Neuenstein (Ginevia Alessandrini v. Mustini). Von den Söhnendes Letzteren war Franz der zweite seines GeschlecliLs, welcher die Würdeeines Capo-Console der Stadt Trient erhielt. Aus seiner Ehe mit Andreanav. Job stammten zwei Söhne, Job Joseph und Simon. Letzterer, fürstbisch.Trienlin. Hofrath, stiftete mit seiner, aus dem Hause Consolali entsprosse-nen Gemahlin eine Nebenlinie, an welche durch Vermählung die Güter inTerlago kamen, die jetzt nach Erlöschen dieser Nebenlinie dem gräflichenHause Ciurletti zustehen; Erslerer, Jon Joseph , geb. 1655, fürslbiseh.Trienlin. Hofcanzler, halle aus der Ehe mit Anna Vittoria Gräfin v. Albertid'Enno drei Söhne. Von diesen war Simon der dritte Capo-Console seinesNamens, Felix Anton Bischof von Tejö und Geh. Rath des Papstes Bene-dict. XIV., und Franz Anton , geb. 21. Mai 1685, vorderösterr. Regierungs-ralh ikais. Hofrath) zu Innsbruck. Letzterer, verm. mit Lucrezia Zambailiv. Vezzanenburg, erhielt vom Kaiser Carl VI., 22. Febr. 1721, den Reichs-ritlersland mit dem Prädicate „Belfonte", nach seiner Besitzung Villazzono