Druckschrift 
3 (1854) A - Z
Entstehung
Seite
60
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GRAFEN V. CERRINI DE MONTE VARCHI.

Grafen v. Cerrini de Monte Varchi.

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Wappen: im silhernen Schild ein blauer Querbalken mit schmaler gül-dener Einfassung und mit drei güldenen Sternen in einer Reihe belegt; hinterdem Balken ein rother Löwe, welcher in der linken Vorderpranke einen grünenEichenzweig mit zwei Blättern und zwei Eicheln hält und auf der linken Schultereinen kleinen silbernen Schild mit einem rothen Kreuze trägt, lieber der Grafen-krone erheben sich drei gekrönte Helme. Der rechte Helm ist besetzt mit einemoffenen silbernen Adlersduge-, welcher mit dem blauen Querhaiken des Schildesbelegt ist; auf dem mittleren steht der Löwe des Schildes zwischen zwei Fahnen,von welchen die rechte grün, die linke roth ist, und deren Stangen oben mit einemsilbernen Halbmonde besetzt sind, und auf dem linken wehen drei Straussen-federn, silbern, roth, blau. .Die Helmdecken sind rechts roth und silbern, linksblau und golden.

Sehr alle, aus dem Grossherzogthum Toscana stammende Familie,deren Stammsitz das Caslell Monlevarchi ist, in welchem dieselbe schonim 13. Jahrhundert blüfite. Durch Urkunden, welche aus dem grossherz.loscanischen Staatsarchive gerichtlich erhoben worden sind, sowie durchamtliche, bis in das 16. Jahrhundert hinaufgehende Taufzeugnisse kann dieFamilie die ununterbrochene Slammreihe vom 13. Jahrhundert an unbe-zweifelt nachweisen. Christophanus, Sohn des Angelus Cerrini undEnkel des Cerrino de Montevarchi, wurde vom Kaiser Carl IV. als JudexOrdinarius in Florenz eingesetzt und die Söhne und Enkel desselben be-kleideten die höchsten Würden im florentinischen Staate. Von den beidenLinien der Familie ist die ältere Linie zu Montevarchi im Anfange des17. Jahrhunderts im männlichen Stamme erloschen, die jüngere aber,welche noch jetzt in Florenz begütert ist, hat sich auch in Oesterreich undSachsen verbreitet und fortgepflanzt und blüht jetzt in drei Speciallinien.Die österreichische derselben ist 1838 in den Grafensland der kais.