89
1) das runde Siegel des Gottschalk von Barnekow miteinem Schilde, auf welchem zwei Flügel und darüber einStiergehörn stehen; Umschrift:
__ _ _ dQI ; BÄRI10KOW ..
2) das runde Siegel des Otto Löwenherg mit einemlängs gelheilten Schilde, auf welchem rechts ein halberAdler, links eine quer gelegte Figur, wie eine doppelleLilie oder zwei Doppelhaken, Uber einander liegt; Umschrift!:
— — — <1=1 . LOWetOOBÖ —
3) das runde Siegel des Werner Sprengel, auf welchem,im rautenförmig gegitterten Siegelfelde, links gelehnt einschraffirter Schild mit einem schräg links gekehrten, mit 3Bosen belegten Querbalken, und darüber ein bekatnmterHehn steht; Umschrift:
^ S — — — SPR0R((S)G(B.
Diese Urkunde ist während des schwerinsehen Erb-folgestreites ausgestellt; vgl. Rudioff Meckl. Gesell. 11, S.309 flgd. Nacli dem Tode des letzten Grafen Nicolaus IV.von Schwerin-Boizenburg war in Gemässheit des Erbfolge-Vergleichs dessen Herrschaft dem Herzoge von Meklenburganheimgefallen. Die Herzoge nahmen daher von WittenburgBesitz. Während dieser kurzen Zeit, bis Wittenburg nachdem Vergleiche vom 8. Julius wieder an das Grafenhauszurückgegeben werden sollte, wird dem $l£ttmcfj Äolfjattdie Vogtei Wittenburg von den Herzogen anvertrauet wordensein. Vielleicht, und wahrscheinlicher, war jedoch HeinrichMoltzan ein gräflich-schwerinscher Vasall aus,dem gadebusch-trechowschen Hause, da er 1352 zu des Grafen Gefangenengehörte. — Die Brüder Raven, Ulrich, Gottschalk und Heinrichvon Barnekow hatten Schloss, Stadt und Land Boizenburgin Pfandbesitz, welchen sie am 27. April 1352 dem HerzogeAlbrecht zur Ablösung offerirten, die auch vor dem J. 1361geschah. — Ulrich Penz war aus dein Hause Redetin.