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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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Acltercs Haus Helpte. 477

Von allen Brüdern war ihm am wenigsten praktischeNatur zugefallen, als solle er nicht von der gemeinenWirklichkeit der Dinge belästigt werden/' Die nothwendigeAufsicht über Klokow überließ er daher bald dem Landrathauf Kvtelvw, bald dem Viec-Landmarschall auf Lübbersdorf.Und durch die Brüder solcher Lasten überhoben, hat derRegierungsrath v. Oertzen ihnen die Dienste wieder vergoltendurch Bemühungen um das Ganze des Staates, welche Zeit undUmstände dringend erforderten. Man fragte nach Männernvon hochfliegendem Geiste, weitem, scharfem Blicke,warmem Herzen, entschlossenem Muthe, unermüdlicherThatkraft, opferwillig und bescheiden in ihren Ansprüchenan das Leben. Einen solchen Rath hatte der Herzog Carlan ihm gefunden. Uebereinstimmung der Anschauungen

in den großen Fragen und Aufgaben des Lebens

knüpfte zwischen dem Fürsten und seinem Diener einBand, welches bald (1810) die Ernennung v. Oertzen'szum Minister herbeiführte."

Seine Leitung der Landes-Angelcgenheit zerfällt inzwei Abschnitte, die sich auch äußerlich nach dein Tode desedlen Herzogs Karl gliedern, welcher am 6. November 1816erfolgte. Die unter seinem Regimente durch v. Oertzengeleisteten Arbeiten wiegen schwerer als die des längerenZeitraumes, welchen er im Dienste des nachfolgenden HerzogsGeorg zubrachte. Galt es doch in der ersten Zeit seinerAmtsführung die schweren Lasten der französischen Ein-quartirung aufzubringen und ihren Druck durch gleichmäßigeVertheilung weniger fühlbar zu machen. Dann kam derAugenblick, wo das Joch der Fremdherrschast abgeworfenwerden konnte, und zusammen mit dem hochherzigen Fürsten,getragen von der Opferwilligkeit des Landes und derStände, konnte der Minister v. Oertzen ein Reiter-Regimentzu dem Weltkampfe stellen, aus dem es sich und demLande unverwelkliche Lorbeeren heimbrachte. Dann kamdas Nachspiel der Kampf der Feder um die Gestaltungdes neuen deutschen Reiches; v. Oertzen an der Seite desThronerben begäbsich nach Wien zum Kongreß.DiplomatischeThätigkeit war ihm, wie seine Briefe aus Wien vielfachbezeugen, im Grunde zuwider ( setzen wir hinzu: wie sie