432 Stargardische Linie.
1790, noch nicht 15 Jahre alt, trat er als „Gefreiten-„Corporal" in dasselbe ein, wurde am 17. Mai 1793Fähnrich und am 10. August 1794 Seconde-Lieutenant.Das war im pfälzischen Feldzuge gegen Frankreich, auswelchem er (bei Johanniskreuz) eine Verwundung am rechtenOberarme davontrug.
Aus dieser ersten Campagne in die Garnison heimge-kehrt, schloß er hier zu Prenzlau am 28. Februar 1800eine Ehe-Bündniß mit der Tochter des Landes-Einnehmers(später Landschafts - Syndicus der Ukermark) JohannFriedrich Müller, Henriette Friederike Wilhelmincgenannt. Ihre Mutter war Friederike Wilhelmine geb.Schulz, ihr Geburtstag der 9. November 1783. DieseEhe, aus der, soviel man weiß, nur ein Sohn hervorging,dauerte nicht lange; v. Oertzen's Gattin starb ihm zuPrenzlau schon am 11. December 1809. — Die Begründungdes Ehe-Bündnisses war seiner Zeit dem Paare dadurcherleichtert worden, daß des Bräutigams „Muhme"Wilhelmine Marianne v. Oertzen, Wittwe des Reichsgrafcnv. Callenberg, Tochter des bekannten 1756 gefallenenPreußischen General-Majors Henning Ernst (I.) v. Oertzen(aus dem jüngsten Hause Helpte) am 29. November 1800zu Gollmitz einen jährlichen Zuschuß vou 200 Rthlr. zuseinem Dienst-Einkommen versprach. Es zeigt dies —400 Rthlr. nahm der Schwiegervater auf sich —, wiereducirt die Vermögcns-Verhältnisse der Barsdorfer v. Oertzensich derzeit gestaltet hatten.
Am 9. April 1811 ist v. Oertzen Stabs-Capitängeworden; dann wurde, in Aussicht auf die große Erhebunggegen den Corsen, im Mai 1813 mit ihm eine dienstlicheVeränderung getroffen, deren Bedeutung nicht ganz ersicht-lich ist. Man hat ihn damals zum 9. Reserve-Infanterie-Regiment gestellt, aus welchem augenscheinlich später das 21.Linien-Regiment (in Stargard, Pyritz u. s- w. liegend)hervorging. Am 1. Juli 1813 wurde v. Oertzen Com-pagnie-Chef und hat als solcher in der Schlacht von Dennc-witz (6. September) das Eiserne Kreuz davongetragen. —Seine weitere Betheiligung an den Feldzügen ist nicht nach-zuweisen; erst 1818, wo er (am 15. August) Major