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für die früheren Perioden seiner Dienstlaufbahn das nunsofort absorbirt haben. — Das Ableben ihres OheimsLudwig Dietrich auf Barsdorf hatte Karl v. Oertzcn undseine Brüder Ende 1804 zu Erben dieses Gutes gemacht,von welchem sie nur noch den andern kinderlos lebendenVatcrbruder Siegfried Wedige Ernst abzufinden hatten.Gegen Erlegung von baar 24,000 Rthlr. Gold hat dieseram 22. December 1804 den Neffen gänzlich freie Handgelassen, nicht allein hinsichtlich des Gutes, sondern auchwegen des Allodial-Nachlasses des Erblassers.
Einmal die an Siegfried Wcdige Ernst gezahlte Ent-schädigung zeigt die pecuniärc Bedeutung der Erbmasse;dann aber geht dieselbe auch hervor aus dem Preise desdazu gehörigen Gutes, wie er unmittelbar nachher erzieltwurde. Denn bereits am 21. August 1806 richtete Karlv. Oertzcn — er war seit Anfang des Jahres Pensionirt —zugleich in Vollmacht seiner Brüder einen Contract auf,durch welchen Barsdorf, eben hundert Jahre der Sitzseines Hauses, für 150,000 Rthlr. (und dazu das Inven-tarium für 6000 Rthlr.) Gold veräußert wurde au denLegations-Secrctär Leisching. Offenbar haben die Gebrüderdem eben beginnenden Nothstand des Landmannes dieserGegenden noch grade zu entgehen gewußt. Es ist freilichzweifelhaft, ob sie später die Renten, welche ihnenvon dem größtenteils im Gute stehen bleibendenKaufpreise zukamen, jederzeit richtig haben genießen können;die folgenden drangsalsvollen Jahre werden zu Nachsichtgegen den Gutsinhaber im eignen Interesse aufgeforderthaben. Erst viel später (s. ß 376) ist derselbe dennochinsolvent geworden und das Gut zu einem sehr ermäßig-ten Preise an eine andere v. Oertzen'sche Linie gekommen.
Nach des Rittmeisters Karl v Oertzen Ableben (1827)hat seine Wittwe, geb. Pommercsch, sich Wohl baldigst näheran die beiden gemeinsame Heimath begeben. Zu Fürsten-berg ist sie am 1. October 1841 dahingeschieden.
Ihre beiden Söhne hießen:
35) Karl Friedrich Johann Ludwig.
36) Ernst August Sigismund.