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haben, v. Oertzen sowohl wie dieser waren zunächst gegen-wärtig bei einer Folge von Ereignissen, in denen sich, wieso oft nachher in der Entwickelung des preußischen Staates,Rathlosigkeit und Zagmuth im Gegensatz zu der durch-schnittlichen Zuversicht bethätigte. Es war die Schlacht vorBreslau (22. November 1757), welcher unmittelbar dieGefangennahme des preußischen Ober-Commandirenden,August Heinrich Herzogs von Braunschweig-Bevern, folgteund dann die Kapitulation der Festung selbst. Diese Zeithat einen Prüfstein abgegeben für den Geist der Zugehörig-keit, welcher zwischen dem preußischen Heere und den inihm dienenden fremden Unterthanen obwaltete. Viele der-selben sind, ohne großem Drucke zu unterliegen und offen-bar in Mißtrauen auf die Zukunft des Preußischen Staates,in die Reihen der Oesterreichs übergetreten. — Daßv. Oertzen diesem Beispiele nicht folgte, sondern durch seinenFahneneid auch weiter sich gebunden hielt, kann nur einvortheilhaftes Licht auf den Charakter des jungen Manneswerfen. Wenige Tage später hat er unter Führung desgroßen Königs selbst bei Leutchen (5. December 1757) dasKriegsglück wieder herstellen helfen. Und dann ist er Wohl,unter des eben zum Generallieutenant beförderten v. Wedel'sKommando gestellt, mit an die Elbe detachirt worden.Denn wenn in seinen Personal-Acten seiner Mitwirkungbei einer Affaire von Torgau gedacht wird, so kann damitWohl nur auf diejenigen Operationen (um den 8. Novem-ber 1758) gezielt sein, welche in jener Gegend vorgenommenwurden, um einem Vorstoße Haddick's auf Berlin vor-zubeugen.
Denn die große Schlacht vor Torgau (bei Siptitz,3. November 1761) liegt schon nach Friedrich Christoph'sAbleben. Dies trat ein am 15. October 1761 und warWohl eine Folge seiner in dem unglücklichen Kampfe beiKnnncrsdorf (12. August 1759) erlittenen Verwundung.Näheres darüber, namentlich auch über die Fortsetzung seinesDienstes nach derselben ist nicht bekannt.