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angemeldet wurde. Im Frühlinge vorher waren die Ver-hältnisse des Klosters einer gründlichen Revision unterzogenund namentlich die Reihenfolge der Expectivirten festgestelltworden. Auf Grund der neuerlassenen Vorschriften findenvon da ab die Anmeldungen augenscheinlich möglichst baldnach der Geburt statt, und daher darf man mit einigerWahrscheinlichkeit annehmen, die junge v. Oertzen habemindestens im Laufe des Jahres 1706 das Licht der Welterblickt. 0 — Vermählt hat sie sich am 23. April 173l,und zwar, da das Tornower Kirchenbuch so berichtet, aufeinem der Güter dieser Gemeinde, mit Georg Philippv. Görne, damals Rittmeister in preußischen Diensten.In seinem Lande hat dieser (unterm 5. Februar) eine Dis-pensatiou erwirken müssen, sich mit seiner „Mutter-Schwester-„Tochter Auguste von Oertzen" vcrheirathen zu dürfen.Wie dies Verhältniß zusammenhängt und in wie weit diebeiderseitigen Familien auch sonst mehrfach verschwägertwaren, ist bereits (S. 373) dargestellt worden.
Der weitere Lebcnslauf des Paares liegt sehr imDunkeln. Der Militärberuf ihres Gemahls wird es mitsich gebracht haben, daß beide in dessen Garnison lebten.Gleichwohl wird er „auf Möser" genannt. Vielleicht hatteer sich Mitbesitzer-Rechte am Gute gewahrt, das Wohl seinBruder Arnold Christoph v. Görne verwaltete; nach dessenTode, der unvermählt blieb, ist es sicher an des drittenBruders Friedrich Eberhard Nachkommen gefalle», denn1753 gehörte es dessen Sohn Georg Arnd Abraham. —Nach allem diesem gewinnen nicht ganz sicher deutbareNotizen in den König'schen Manuseripten Wahrscheinlichkeit,
') Als Merkwürdigkeit sei angeführt, daß in einer aus demHause Barsdorf stammenden und dort öfters anzuführenden Ueber-sicht der Linien Alt- und Mittel-Hclptc die Töchter Victor Sigis-mund's l. „Gottl. Auguste" und „Charl. Sophie" (lies Luise, dennsie wird vermählte v. Wakenitz genannt: S 331) als die jüngsten undzwar als Zwillinge angesetzt sind. Dieselbe Tradition findet sichin einem Blatte der König'schen Sammlungen, das auch sonst 'Zu-sammenhänge mit dieser Barsdorfer Stammtafel aufweist. — Die„Lansitzcr" Stammtafel (s. S. 399) stellt gleichfalls die vermähltenv. Görne und v. Wakenitz an's Ende der Reihe, indeß ohne An-deutungen einer Zwillings-Geburt.