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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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Aclteres Haus Helpte. 391

Anfangs in Sächsisch-Polnischen Diensten stand; darausresultirte Wohl seine Bekanntschaft nnt den v. Oertzen (vgl.Z 350). Dann soll er vom König von Preußen als „Vasall"reclamirt worden sein und eine Compagnie im RegimenteForcadc (de Biaix) in Berlin erhalten haben. Er hat ver-schiedene Käufe über Güter abgeschlossen; u. A., was hierinteressant ist, besaß er zwei Jahre Spanholz bei Treucn-brietzen. Wohl daraus hat sich die Angabe (bei v. Ledebur,Preuß. Adel, s. v. v. M.) entwickelt, das Stargardische Span-holz (s. oben S. 374) sei um 1750 im Besitz eines v. Miltitzgewesen. An und für sich würde dies nicht so unwahr-scheinlich sein; denn v. Miltitz' Gemahlin hat offenbar sehrenge Verbindungen mit der Heimath unterhalten: ihr erstesKind ist am 14. Februar 1717 zu Tornow geboren. Undeine im Juli 1719 geborene Tochter Luise Charlotte sollim Sommer 1794 zu Kotelow bei ihrem „Onkel," „Major"v. Oertzen verstorben sein; wo man Wohl 1764 zu lesenund Arend Heinrich (K 360) zu verstehen hat. — Uebrigenswar — Alles dieses gleichfalls nach dem erwähnten Jacobi —v. Miltitz schon vorher vermählt gewesen (1711—12) miteiner geb. Gräfin v. Rothenburg aus Schlesien, die er alsWittwe eines Polnischen Starosten geehelicht und im Wochen-bett verloren haben soll.

Das zu Tornow geborene älteste Kind aus v. Miltitz'zweiter Ehe wurde nach seinem mütterlichen GroßvaterVictor Sigismund genannt. Wohl 1755, also bald nachdem Tode des Vaters, aber noch bei Lebzeiten der Mutterhat sich derselbe vermählt mit einer v. Blücher Z von der imAusstcrben begriffenen Pommerschen Linie Daberkow-Plathe,Anna Dorothea Luise. Zum Besitze von deren VaterChristian Ludwig v. Blücher gehörte u. A. die TrieglaferBegüterung (bei Köslin); sie fiel im Erbgange auf eineSchwester der vermählten v. Miltitz und wird uns noch

zu ermitteln; alles oben Gegebene stammt aus den Excerpten auf derKgl. Bibliothek zu Berlin. Die Linie des hier zu Frage kommendenv. Miltitz hatte sich früh von den Gcschlechts-Gcnosscn im Kurfürstcn-thum Sachsen getrennt und Podcl (bei Stolpc in Hinter-Pommcrn)erworben.

') S. Wigger, v. Blücher II, A. S. 82.