Haus Gorow. 301
beiden ältesten Söhnen nach Wahl einer bei der NostockerJustiz-Canzlei als Auditor beschäftigt werden solle. Dader älteste Sohn Karl Detlof, wie wir sahen (Z 328), inPreußische Dienste ging, so muß inzwischen die definitiveEntscheidung über den beiderseitigen Lebensplan inFriedrich's v. Oertzen Hause gefallen sein. Mithin meldetesich Jasper zu dem vorgeschriebenen Examen, und nachdemer dasselbe bestanden hatte, erhielt er am 16. September1822 die Ernennung zum C a nzlci-Auditor. Das zweite(Justizraths-) Examen absolvirte er im Herbst 1824 undempfing daraufhin die Bestallung als Canzleirath oumvoto unterm 2. April 1825. Später hat er, vom 11.Januar 1827 an, als (außerordentlicher) Justizrath zuGüstrow fungirt, bis er, nach Präsentation durch die Land-stände, durch landesherrliches Rescript vom 20. December1828 an die Rostocker Canzlei als wirklicher Justizrathzurückversetzt wurde. Am 27. April 1829 ist er als solchereingeführt worden.
Im selben Jahre 1829, am 31. October, hat er sichvermählt mit Amanda Henrictte Schuback, der am 25.November 1809 geborenen Tochter des Johannes Schubackauf Witmold in Holstein, der einer angesehenen HamburgerFamilie angehörte und durch seine Gemahlin, geb. Char-lotte Freiin v- Pechlin, zu dem Hause v. Oertzen-Kittcndorfin nahen Beziehungen stand, überdies auch alte Verbindun-mit dem Meklcnburgischen Fürstenhause unterhielt. —Wenige Jahre später erfolgte die Erwerbung des bei Star-gard belegenen Gutes
Leppin (mit der Meierei Eronsberg).
Damit wurde das Haus Gorow wieder landsässig, und mankann von da ab den Zweig Gorow-Lcppin unterscheidenim Gegensatz zu dem von Jafper's v. Oertzen BruderGeorg Ludwig ausgehenden, der um die gleiche Zeit durchKauf des Gutes Woltow festen Fuß im Hcimathlande faßte.— Nebenbei wurde durch den Ankauf von Leppin auch demGcsammthause eine Liegenschaft erhalten, die mehr alshundert Jahre mit dem v. Oertzen'schen Namen verknüpftgewesen war. Durch den Tod des KlosterhauptmannesVictor Wilhelm August Friedrich Eugen v. Oertzen aus