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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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Haus Gorow. 285

gewandt zu haben. Als Wittwe widmete sie ihre Thätig-keit (1829) dem Karolinenstifte, obwohl gewiß mehr alsreichlich beschäftigt mit der Vormundschaft ihrer nochunmündigen Kinder. Deren Interessen hatte sie in denverwickelten Anseinandersehungs-Verhandlungen zu vertreten,welche über den Nachlaß ihres verstorbenen Gemahls zuführen waren, besonders weil dazu das vielumstrittencv. Bülow'schc Fideicommiß-Gut Düssin (bei Wittenburg)gehörte. — Und bei alledem war ihre Gesundheit Wohlschon längst hart bedroht gewesen. Im Jahre 1824erwähnt sie eine längere schwere Erkrankung, und imSommer nach dem Tode ihres Gemahls trat sie einelängere Erholungsreise an, namentlich nach Karlsbad inBöhmen. In der Familientradition lebt ihr Andenken fortals einer Frau von vielem Verstand und Charakter.

44.

Detlof Joachim Jaspar.

1765-1767.

§ 317. E. XVIII.

Des Ober-Kammerjunkers Clans Detlof III. v. Oertzenältester Sohn und zweites Kind Detlof Joachim Jasparwar am 29. April 1765 geboren. Die Gorow'scheFamilienbibel, sagt:

„Anno 1765 den 29. April Abends um 12 Uhr:„Detlof Joachim Jaspar. Seine Pathen sind sein Hr.„Groß-Vater Hauptmann v. Ocrhen zu Rostock„und Hr. Großoncles von Nienhagcn und Roggow."

Die Pathen waren die 3 ältesten Männer aus denHäusern Gorow und Roggow, welche dem Knaben diedamals vorherrschenden Familien-Vornamen gaben. Leiderwährte die Freude an dem Kinde nicht lange, da seine „böseBlatternkrankheit" es schon am 31. Jan. 1767 den Aeltcrnentriß. Die Mutter schreibt in die Familienbibel:

„Anno 1767 d. 31. Januar morgends zwischen 8 und„9 Uhr forderte Gott unser einiges liebes Sohngcn„an einer bösen Blattcrn-Kranckheit von dieser Welt ab.„Gott erbarme sich unsers Schmerzes."