Haus Gm'vw, Zg?
Der Ruin des Hauses schien vor Augen zu stehen.Da winkte den verlassenen Kindern Rettung von der Handihres nächsten Angehörigen. Zu dieser Zeit der Noth warOtto Christian's älterer Bruder Oberst Claus Detlof wegenKränklichkeit nach Meklcnburg zurückgegangen und hattesich in Rostock häuslich niedergelassen. Dieser wollte durchsein Allodialvermögen das Gut Gorow wieder heben undmachte in diesem Sinne am 6. October 1717 sein Testament.Mittlerweile war auch Otto Christian's ältester SohnDetlof Friedrich (zwischen Juni 1714 und October 1717)jung gestorben. Durch dieses Testament sehte der OberstClaus Detlof I. seines Bruders Otto Christian mittelsienSohn Claus Detlof II., „seinen Pathen", zum Haupterbenseines Vermögens, von ungefähr 16 000 Rthlr. ein, welchesals ein „Fideicommiß" in dem Gute zum Besten desselbenstehen bleiben sollte, und wünschte, daß die beiden andernBrüder Balthasar Josna und Johann Gustav, welchener jedem 100 Rthlr. vermachte, sich der Kavelung enthaltenund ihrem Bruder Claus Detlof das Gut lassen möchten.Für den unbcerbten Abgang des Claus Detlof warenfreilich die beiden Brüder zur Erbfolge eingesetzt, jedochnur wenn sie sich der ersten Kavelung enthalten wollten.
Die Sache kam aber anders, als gewünscht und vor-gesehen war. Ihre Ordnung lag in der geschickten undsicheren Hand des Hauptmanns, späteren Etats-und LandrathsHclmuth Friedrich v. Oertzen a. d. H. Roggow, damalsnoch zu Gerdeshagcn; Litiscurator war der Nostocker eaucl.iuris Zelle. — Einige der Gorower Erben waren zu ihren„vogtbarcn Jahren" gekommen und forderten Erbtheilung,besonders der älteste Sohn, Lieutenant Balthasar Josnaund die älteste Tochter, vermählte Hauptmannin v. Halber-stadt ; der jüngste Sohn Johann Gustav war noch minder-jährig.
Endlich kam es doch zur Kavelung, in welchem dochdem mittlern Sohne Claus Detlof II. das Gut Gorowzufiel. Am 8. Februar 1730 muthcte der HauptmannClaus Detlof das Lehn des Gutes Gorow. Der Werthdes Gutes war nur zu 18000 Rthlr. eingesetzt, dennes trug nur 850 Rthlr. Pacht.