Druckschrift 
4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
202
Einzelbild herunterladen
 

202 Meklenlmrgischc Linie,

als Agiiat das Lehn des Gutes Clausdvrf, Wahrscheinlichnahm er als Oberst seinen Abschied und zog sich nachRostock zurück, wo er seitdem lebte und starb.

Beianhaltender langwieriger Lcibcsschwachheit"machte Claus Detlof am 6. Öctober 1717 zu Rostock seinTestament und legte es bei der Universität nieder. DieHanptabsicht bei diesem Testament war, das Gut Gorowbei der Familie zu erhalten, welches sehr mit Schuldenbeschwert war. Deshalb sehte er seines Bruders mittelstenSohn Claus Detlof,seinen Pathen," zum Haupterben ein,und ersuchte seine beiden andern Brudersvhnc BalthasarJosnaund Johann Gustav, sich der Kavclung zu enthalten undihrem Bruder Claus Detlof das Gut zu lassen. Diesersollte das Kapitalvermögen, welches seiner Vermuthungnach 16 000 Thlr. betrug, dazu benutzen, Gläubiger ansdem verschuldeten Gute Gorow auszulösen und das Gutauszubauen. Aber es solltedieses Geld separirt als einallodiales in dem Gute bleiben", weshalb er es miteinemFideicommiß" belegte, und Claus Detlof nichtbefugt sein, Gorow zu verkaufen oder diese ererbten Capi-talien daraus zu erheben und zu veräußern. Für denFall des unbcerbten Abganges des Universalerben ClausDetlof sollten aber die übrigen Brüder als Erben desFidcicommisses eintreten, wenn sie sich der Kavclungbegeben wollten, sonst aber enterbt sein. Seiner ältestenBrudertochter Christine Anna Auguste v, Oertzcn, welcheer eine Zeit lang bei sich im Hause gehabt hatte, vermachteer sein in Rostock belegcncs, mit vielen Kosten restaurirtcsWohnhaus, nebst aller Einrichtung an Hausgeräth, mitSilber und Juwelen und mit Allem, was sonst darinbefindlich sein mochte. Seinen beiden andern Brudersöhneuund seinen vier übrigen Brudertöchtcrn vermachte er aufjede Person nur 100 Thaler. Seinem Diener HansHeinrich bestimmte er 800 Thlr,, seinem Kutscher 25 Thlr.Seine Leiche sollte in der Stille und ohne alles Geprängein der Petri-Kirche zu Rostock in einem zu erkaufendenBegräbniß beigesetzt werden, neben welchem 2 Fahnen,Wohl Trophäen, aufgesteckt werden sollten. Er vermachteferner der Petri-Kirche zu Rostock, inwelcher er während