Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
300
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dieser letzten Sache, so wie in der Reformations-Attgele-gcnheit weiter zu treiben; er sank in die vorige moralischeSchlaffheit zurück, daraus ein so rühmlicher Aufschwungfür eine Zeitlang ihn gerüttelt; ja er machte auch balddarauf von Prag aus eine andere Konstitution, welchedie Immunitäten geistlicher Personen und Güter ver-bürgte. Nicht lange nach diesen Vorfällen hob Gcrlach denjüngsten Sohn des Kaisers, Wenzeslaus, zu Prag ausder Taufe, f')

Die fernern Verrichtungen Gerlachs von 1359 bis 1361beziehen sich auf Stiftungen, Lehen, Klöster, für die Ge-schichte von geringem Interesse. (') Ein unberechenbarer

t') Lnno izgy ward Kaiser Karlen, König in Böheim, ein Sohngeboren, dessen alle die Christenheit erfreuet war. Und wußteMan nicht, daß sein Alter ein wunderlich End und Leben ha-ben würde. Den Sohn thäte er führen von Prag gen Nürn-berg, und ward er getauft und genannt Wenceslaus, undwar.seine Mutter geboren von der Schwedenitz (Schweidnitz).Zu der Kindstauf kamen mehr dann vierzig oder fünfzig ge«borne Fürsten, dem Kaiser zu Freuden und zu Dienst, jeg-licher das ihm zugehörte von seines Amts wegen, und darzuGrafen, Herren, Ritter und Knechte, also viel, daß unzäh-lig war. Und hielten den allerherrlichsten, größesten, köstlich-sten Hof zu Nürnberg, der je gesehen sollte werden, mitgroßer Köstlichkeit, Zehrung, Kleidung und aller herrlichenManiruug der Fürsten, Grafen, Herren, Ritter und Frauen,und mit ritterlichen Wappen, mit Stechen, Brechen und Fech-tirung, und von allem Spiel, das dazu gehöret. Und war ge-prüft, daß auf der Stechbahn hielte» allweg mehr dann tau-send Wann mit »erbundenen und gekrönten Helmen. Limb.Chronik (bei Vogel, S. 44. 4S.)

(') Über Amöneburg und Mönchengarten vgl. Zoannis II.,K75 — 676. Auf die Verwandlung der St. Michaelskirche indem Domkvllegium sind noch die Verse vorhanden: