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einige Jahre später, nach Adolfs Tode, Anspruch undKampf erneuernd, auf. (9
Vor dem letzten Abzug aus Meisten und Thüringen hatteAdolf den Grafen von Anhalt und den Ritter von Breu-berg als oberste Statthalter zurückgelassen; in der Mark-grafschaft verwaltete ein Friedensgericht von zwölf Perso-nen , unter Vorsitz Heinrichs von Nassau, Vetters desKönigs, die innern Angelegenheiten; Philipp von Nassau(oder Katzenellenbogen) dagegen verblieb fortwährend deroberste Anführer der Truppen. Der Aufstand schien unter-drückt und das Volk ruhig; aber es war diese Ruhe nurder Vorbote eines desto furchtbarern Sturmes. Kaum hatteder König den Rücken gewandt, so erhoben sich die jungenMarkgrafen und mit ihnen alles Volk aufs neue und be-drängten die Statthalter. Verschiedene Städte und Schlössersielen in der Erster» Gewalt zurück. In einem hitzigenGefechte ward Graf Heinrich selbst mit mehrcrn angesehe-nen Edlen gefangen gemacht, und obgleich er einen Theilvon Meisten an die alten Herren wieder überantwortete,dennoch nicht losgelassen, was gleichfalls eine Verletzungdes Wortes war, wie man sie früher mit so viel Bitter-keit der Gegenpartei vorgeworfen. Die Thüringer zahltennun mit gleicher Münze, denn sie hatten von ihren Gegnerngelernt, daß in der Politik und im Kriege nur der Stär-kere ein Recht hat.
Endlich fand der Graf dennoch Gelegenheit, ans seinerHaft sich selber zu befreien. Nach einer andern Nachrichtwar es der Feldherr Philipp gewesen, welcher von den
(') v. Rommel, Geschichte von Hessen. IV. Buch III. Abschnitt.(Bd. II. S. 93 — 95.) Vgl. zugleich damit die Noten undBeweisstellen. Außer diesem aber ^nval. Hass.
Lvlli und Günderode in den Anmerkungen.