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Gesammtnation, die Begründung seiner eigenen Größenicht vergessen; durch Hcirathen und Bündnisse mit denbedeutendsten Dynastien dieselben in seine Geschicke ver-weben. Aber des Vaters Herz schlug nicht in dem Sehne;er hatte nur seinen Ehrgeiz, nicht dessen Großartigkeitgeerbt. Darum waren noch bei Rudolfs Lebtagen die Gei-ster und die Gemüther gleich sehr wider Albrecht, und dieeigenen Leidenschaften weckten die der Übrigen auf. Sieriefen zur Bekämpfung der Habsburgischen Interessen hin-tereinander das Hans Nassau, die unzufriedenen Gliederder eigenen Familie, eine Anzahl teutscher Fürsten, dieBöhmen und endlich die schweizerischen Eidgenessen in denStreit.
Der Mann, welcher zuerst mit Habsburg in Macht undRuhm sich zu messen vermag, Ad elf, Walrams von Nas-sau und Adcla's von Katzenelnbogen Zweitältester Sohn,ward, wahrscheinlich, im Jahre 12S0 geboren. O SeineErziehung war sorgfaltiger, als nach damaligen Zcitbegrisi-fen hätte vermuthet werden können. Er ward nicht nur inder Muttersprache also unterrichtet, daß er mit Zierlich-keit sie reden und mit Geschick sie schreiben konnte — einUmstand, der bei den meisten Edcln damals selten war,—sondern auch die lateinische und französische wurden ihmeigen; eine Sache, die im dreizehnten Jahrhundert schonals große Gelehrsamkeit galt. Mit wißbegierigem Sinneausgerüstet, widmete er sich abwechselnd ritterlichen Übun-gen und wissenschaftlichen Studien. In erster» that er esseinen meisten Jugendgenosscn zuvor; schon seine vortheil-hafte äußere Gestalt half ihm dazu. Seine Formen warenedel und wohlproportiouirt, obgleich er nur von mittlerer
(') Urkundliche Gründe scheinen gegen die gewöhnliche AnnahmedeS ZahreS 1255 zu sprechen.