Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
40
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sckaft Wittgcnstcin. Unter diesem Ganzen war der Haigcrim Dillcnburg'schen, der Engcrsgau, oder der nachmalschurtricr'sche Landbezirk am rechten Lahnnfer und auf demlinken der Einrich. Der älteste, einigermaßen erwie-sene, Grafdcs Nieder-Lahngan's war Gebhard, ein Dy-nast des neunten Jahrhunderts, welcher in drei Urkundenerwähnt wird. In der ersten erhält er dem Kaiser Ludwigdem Frommen die Ermächtigung, mehrere lchnbarc Güterin Herold (zum ehemaligen Amte Rcichenberg gehörig) mitähnlichen'in der Mark Hadamar zu vertauschen; in derzweiten erscheint er als Gründer des Klosters Kettenbachan der Ardc und der Kaiser als Unterstützer des frommenUnternehmens; in der dritten stiftet er ein zweites Kloster,Genünd bei Westerburg. Diesem ward Kettenbach überge-ben; der Graf selbst kleidete darin als Mönch sich ein.(832, 845, 879.) Seine drei Söhne, Udo, Bertholdund Berengar, willigten in diese Verfügungen; und dervierte, Waldo, Abt zu St. Marimin, unterschrieb alsZeuge die Urkunde mit.

Berthold erscheint fortan niemals wieder; wohl aberstritten die übrigen Brüder den Kampf der Söhne Lud-wigs des Teutschen gegen ihren Bater mit; flüchteten, alsdas Schicksal wider dieselben entschieden, nach Frankreichund ärndteten erst nach dem Tode des Königs, bei ihrerRückkehr, die Früchte ihrer Anhänglichkeit. Ohne Zweifelfolgte der älteste, Otto oder Udo, seinem Vater im Nic-der-Lahngau; er ward Stammherr des salischen Geschlechts,das den Rheinlanden so viele Dynasten und Teutschlandso viele Kaiser gab; denn die salischen Brüder, Konrad,Eberhard, Gebhard, waren, allen Umständen nach,die Söhne jenes Otto (Udo), oder zum mindesten seineweiblichen Nachkommen und unmittebaren Erben. Un-ter K. Arnulf und Ludwig dem Kinde kamen sie mächtig