baren Manne), ferner durch die Anfechtung der bekanntenMantnan'schen Bulle und die Ausschreibung cincö KonveutSnach Frankfurt, so wie durch die Berufung an ein allge-meines Konzilium aufs äußerste wider ihn erbittert wordenwar.
Der Pabst, welcher zu Basel einst dieselben Grundsätzevertheidigt, die er gegenwärtig verwarf, suchte durch Legatenden Erzbischof auf andere Gedanken zu bringen und den Kon-vent in Frankfurt zu hintertreiben. Als aber auch die Stadt,vor seinen Drohungen scheu, die Fürsten ausschloß, versam-melte sie Dicthcr zu Mainz und die Legaten fanden sich eben-falls dort ein. „Der Sohn des Teufels und der erste Lü-gcnkünstlcr von Europa," Gregor von Hcimburg, von seinenMitbürgern ausgctricben, von dem Pabstc mit Bannblitzcnverfolgt,, erschien als Gesandter Erzherzog Sigismunds zuTyrol (welcher damals mit König Friedrich, in Hader war)mir auf dem Konvente und züchtigte mit der ganzen Uncr-schrockcnhcit eines vom Gefühl seines Rechts erfüllten Man-nes und mit dem geistreichsten zugleich und bittersten SpotteSylvio^Piccolomiui's und Nicolaus von Cusa's schnöden Ver-rath an ihren frühern Grundsätzen, so wie die beispielloseTrägheit Kaiser Friedrichs, ihres'Gönners, „welcher zum Er-staunen von Unterthanen und Feinden, und zum Eckcl derganzen christlichen Welt, gleichsam ein zweiter Sardanapalauf dem ehemals siegumsirahltcn Throne des römischen Reichs,derselben nun entweihend, sitze." Die Annatcü, die Türkcn-stcucrn, die Zehnten, die Ablässe bildeten den Gegenstand kri-tischer Untersuchungen. Diethcr verfocht, gestützt auf die Ge-lehrsamkeit dieses ausgezeichneten Publizisten, und gestärktdurch die innige Freundschaft mit seinem ehemaligen Feinde,Churfürst Friedrich von der Pfalz, die Interessen seiner Na-tion mit hcldcnmüthiger Beharrlichkeit. Allein die Mehrzahlder Anwesenden wurde durch die sophistische Taktik der Legatenumgestimmt und diese selbst legren in' Privatnuterredungen