Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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und viel mit großem Fleiß, als vorgeschrieben sieht, gebeten,crmahnt und ersucht, daß er sich sollichs unziemliches Lebens ab-thäte und darzu sich stellte und arbeitete, daß die heil. Kirche,die ihn als einen römischen König, ihren Vogt, dick und vielangerufen, zu Frieden und Einigkeit und das heil. Reich wie-der zu seinen Würden, Landen und Gütern käme, und nützli-cher mit ganzem Fleiß gchandhabt würde."

„Also daß wir auch dem vorgenannten Herrn Wcnzlav,als einem römischen König, diese und viele andere große Ge-bresten, ihn selber und das heil. Reich großlich antreffend, zuZeiten klarlich hau gesagt und beschrieben geben, so han wirdoch nach seinen Antworten und nach unserer Widerrede undernstlich Ersuchen, und nachdem wir das alles auch dem hei-ligen Stuhle zu Rom von ihm han lassen wissen, noch niebefunden, daß er sich dazu gebe oder stellte, als das einemrömischen Könige billig zugehört, daß er in der heil. KircheFrieden (das der ganzen Christenheit groß Nothdurft wäre)wollte machen und das heil. Reich wieder zu seinen Würden,Landen und Gütern bringen, und das auch uützlichcr handha-ben, als das in allen Landen des heil. Reiches wohl erscheintund kundlich ist."

„Und wann wir diese vorgenannten und auch viele andereGebresten der heil. Kirchen und dem Reiche schwerlich, schäd-lich und kläglich anliegend, von der vbgcnanntcn Anrufungund auch von unserm Eide wegen, damit wir besonders, alsoberste und allernächste Glieder des Reichs, demselben verbun-den sind, nicht fürbaß mehr verschweigen oder geleidcn konn-ten, wir mußten, als uns auch zugehört und wir das schuldigsind zu thun, darzu gedenken und thun, daß das Reich, vonwelches unnutzlicher und sumcligcr Handlung diese Gebrestenufcrsiandcn sind, fürbaß zu Hülfe und zu Trost der heiligenChristenheit, baß und nützlicher gchandhabt würde, so hattenwir ihm letzt andcrwarte dem vorgenannten Herrn Wcnzeslav,als cim römischen König geschrieben, und ihn auch uns für-II. > 4