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eigentlichen Zwecke der Versammlung in Kenntniß, mit derAufforderung an deren Kvmmittcntcn zum Anschluß an denBund und zur Theilnahme an der neuen Konigswahl. Alsdie Person des zu Wählenden neuerdings nun zur Sprachekam und Mainz und Pfalz standhaft gegen Herzog Friedrichredeten, ward der Churfürst Rudolf von Sachsen, dessenSchwager, zu heftigem Unwillen wider sie, namentlich widerJohann von Nassau, bewegt und er verließ plötzlich und vorder nun beschlossenen Vorladung Wenzels Frankfurt in Gesell-schaft des Herzogs.
Noch am gleichen Tage, den Z. Juni 1500, ging diesevor sich. In dem deßhalb erlassenen Schreiben, dessen Ver-fasser der Erzbischof Johann schien, schilderten die Fürsten mitlebhaften Farben die zunehmenden Gebrechen in Kirche undReich, die unverzeihliche Säumniß des Königs Wenzel unddie völlige Fruchtlosigkeit aller bei ihm versuchten Schritte zuderen Abstellung. Sie forderten daher in feierlichen Formenden König auf, am Tage des heil. Lorcnz, nach Ober-Zahn-stein, Rcnse gegenüber, zu ihnen sich zu verfügen, über dieihm gemachten Beschwerden sich zu rechtfertigen und zu bes-sern. Auf den Fall jedoch, daß er ausbleiben würde, sähensie sich, auf Anrufen des gcmcinen La ndcs und in Folge derEide, womit sie dem römischen Reiche verpflichtet wären, genöthigt,das heilige Reich nützlicher zu bestellen und wollten also hie-mit sich von ihren, ihm, dem Könige, geleisteten Eiden los-sagen. Nach diesem luden die Churfürsten auch den abgereis-ten Churfürsten von Sachsen und den Markgrafen Jobsi vonMähren ein, sich ihnen in Obcr-Lahnstcin anzuschließen.
Allein Ersterem wurde die Gelegenheit hiczu nur allzu-sehr benommen, als er nebst Herzog Friedrich auf dem Heim-wege von einer Bande Raubritter angefallen und gefangen.Letzterer aber an seiner Seite erschlagen worden. An ihrerSpitze standcu der Graf Heinrich von Waldcck und die Rit-ter Friedrich von Hcrtingshauscn und Kunzmann von Fal-