Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
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Namen des „Reichen," vermuthlich in Folge der Katzen-cllcnbogen'schen Erbschaft "); allein wenn dieß der Grundwar, so wurde mehr vom Schein, als von der Wirklichkeitder Masisiab zur Beurtheilung der Glückszuständc Wilhelmsgenommen; denn die Anstrengungen, die Opfer, die Versäum-nisse, welche der unselige Erbstreit gekostet, standen dem Er-rungenen beinahe gleich und nicht einmal dieser Nassau, son-dern erst sein Sohn gleiches Namens crndtctc die Früchte.

Ueber den Charakter der Regicrungspcriode Wilhelms des.Reichen laßt der Geschichtschreiber der Oranisch-Nassau'schcnLänder sich also aus: die Regicrungspcriode Wilhelms ist eineder merkwürdigsten in der Nassau'schcu Geschichte. Währendderselben erfolgten mehrere Hauptvcrändcruugcn in der Grund-macht des Staates, oder wurden doch während ihrer Dauervorbereitet: durch den Vertrag mit Hessen über die Katzcncl-leubogcn'schc Erbschaft; durch die Erwerbung des Eppsicin-Kouigstcin'schcn Autheils an der Grafschaft Dietz und diedarauf gcfolgtc Zersplitterung dieser Grafschaft mittelst deserst nach Wilhelms Tode wirklich abgeschlossenen Dietzcr-Ver-trages mit Trier; endlich durch die vorbereitete Wieder-Ver-einigung der seit zwei Jahrhunderten unter der Herrschaft ei-ner besondern Linie des Nassau-Ottonischen Hauses, von dessenübrigen Ländern getrennten Bcilsieiu'schcn Besitzungen. DieRegierung Wilhelms fällt zugleich in die merkwürdigen Zeitender Reformation und der dadurch veranlaßten großen Verän-derung in die geistliche und weltliche Verfassung des teutschenReichs, in die Zeiten des bekannten Schmalkaldcr Bundes,

H Sonderbar ist sedocb der Umstand, daß schon bei der HochzeitMaximilians mit Maria von Burgund ausdrücklich ein Grafmit der Benennung „der Reiche von Nassau" in einem Ge-sandtenbcricht aufgeführt wird. Vergleiche Müller's Ncichö-tagStheatrum. I.

»») Zur Unterscheidung ron diesem nannte man ihn auch oftWilhelm den altern-