Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
277
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schaftcn zuzulassenden Hütten wurde genauere Abrede getroffen.Diese Maßregeln zeugten jedoch mehr von gutem Willen fürden Flor des Landes, als von Grundsätzen guter Handelspoli-tik, wie Arnoldi richtig bemerkt hat; auch machten die Ieit-umsiändc sie bald wieder unwirksam. An dieselben reihen sichnoch Ordnungen für die Bergwerke und für verschiedene Ge-werbe. Mehrere von ihnen verdienten und erwarben sich gro-ßen Beifall, und crfrcuctcn sich günstiger Resultate.

Im Kirchen wcscn konnte Johann zwar nicht ganzvon den noch mächtig vorherrschenden Vorurtheilen sich los-wurden; gleichwohl setzte er mancherlei wichtige Reformen,was Pfarrstcllen und Schnleinrichtungcn, und ebenso das Ver-hältniß der Geistlichen zu den Landsgcrichtcn betraf, durch.Er wachte über regelmäßigerem Besuche des Gottesdien-stes und bekämpfte die liederlichen Sitten der Pricstcrschaft.Noch ist die Kirchen - und Schulordnung für Dillcnburg vor-handen; zwar im Geiste damaliger Zeit abgefaßt, aber immer-hin ein ehrenvolles Denkmal der Anstrengungen des Grafenfür Veredlung und Erhebung des öffentlichen Geistes. Imklebrigen bewahrte er viel religiösen Sinn, und was er fürdie Errichtung einer Stadtkirchc zu Dillcnburg that, blieb langenoch in dankbarer Erinnerung des Volkes. In seinem Alterwandelte ihn einige Schwäche an, als das Gedächtniß unddie Klarheit des Geistes abgenommen, sonst würde er nicht inseinem Lctztwillen verordnet haben, daß man als grauen Bruderim Mvnchshabit zu seinem Vater ihn lege. Sein Charakterwar aufrichtig und sanft, und spiegelt sich noch in mehrerenStellen jenes Lctztwillcns getreu ab '"I. Seiner Gattin be-wahrte er bis an sein Ende innige Zuneigung. Er starb imKisten Jahre seines Lebens und nach Hljährigcr Regierung. Manbegrub ihn seinem Wunsche gemäß in der Franziskancrkirche zuSiegen.

*) Bei Arnvldi III. 71 und 72-