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Sieges durch die Pläne wider Mailand in eine ungünstigeStellung gcricthcn, erklärte sich Oranicn im KricgSrathc nach-drücklich für ehrenvollen Austrag der Sache durch Vergleich,und gegen eine Schlacht, welche dem Herzoge von Orleansaus Privatgründen sehr nothwendig schien; seine Meinungwurde siegreich. Die Geschichtschreiber melden ausdrücklich,daß er bei dem Könige des höchsten Kredites genossen.
Nach Beendigung des Fcldzugcs begleitete der PrinzKarl'n nach Paris zurück und betrieb mit verdoppeltem Nach-druck seine Restauration; jener starb jedoch über die Einlei-tungen zn Gewährung dieses Wunsches und dem Nachfolger,Louis XII., war es vorbehalten, das an Chalous verübte Un-recht wieder gut zu machen. Der König von Frankreich ge-dachte der Empfindlichkeit nicht mehr, welche in dem Her-zoge von Orleans durch den Prinzen von Oranicn einst er-regt worden. Er stellte (in den Jahren 1598 und 1599) dienöthigen Patente aus, welche sämmtlich entrissene Lande undGüter dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Auch das Par-lament von Orange, während der Usurpation vernichtet, er-hielt seine alte Wirksamkeit wieder. Bald hierauf, und nach-dem er noch einmal wichtige Geschäfte für den französischenHof in Savoycn besorgt und wesentliche Vorrechte für sichund die Seinen in Frankreich als Zeichen besonderer Zuneigungund Dankbarkeit, von Louis XII. empfangen hatte, starb Jo-hann und hinterließ aus seiner Ehe mit Philibcrtcn zwei Kin-der: Philibert und Claudia (1502).