Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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cincr der Haupturhebcr dcr entstandenen Irrungen und ge-sponnenen Jntrikcn, aus Frankreich eintraf, nahm Engclbrecht,welcher schon lange diesen zweideutigen Mann von fern beob-achtet hatte, im Interesse des allgemeinen Besten einen raschenEntschluß und kündigte demselben, seinem alten Kriegsgefahr-ten, im Namen des Fürsten, gesangliche Haft an. Hieraufstellte der Graf ihm frei, ob er durch die Ritter des Vließesoder durch die Gesetze von Brügge gerichtet zu werden wün-sche. Gruithusen zog das letztere vor. Alsbald ward er indas Stadtgefängniß abgeführt und die Untersuchung widerihn eingeleitet.

Diese Maßregel erregte jedoch mannigfaches Mißvergnü-gen, selbst bei den Neutralen, und die unruhige Factivn erhieltdurch sie Stoff zu neuen Unternehmungen.

Ein gewisser Hauptmann Picavet, welcher gegen denErzherzog längst feindselige Gesinnung nährte, versuchte zuWasser zu entkommen, um die auswärtigen Freunde zu schnel-lem Beistand aufzufordern. Allein die Leute Engclbrechts,welcher außerhalb dcr Stadt sein Lager aufgeschlagen, ergriffenihn in der Nähe des Dams, und schlugen ihn in Bande.Die Gutgesinnten in Brügge forderten nunmehr den Grafenauf, persönlich nach der Stadt zurückzukommen, damit ihrePartei gekräftigt, die Meuterer aber im Zaum gehalten wür-den. Dieß geschah; Engelbrecht, wie viele Gefahren ihn auchbedrohten, zog mit einem kleinen Gefolge muthvoll vom Daninach Brügge, und seine Gegenwart verbürgte die öffentlicheRuhe, und dem Erzherzog, dcr seinen Sitz sür einige Zeit hieraufschluf, Sicherheit. Dcr Graf ließ den Verräthcr nebsteinigen andern schlimmen Gesellen ohne wcitcrs zum Todeführen und ärndtetc dafür den Dank aller redlichen Bürger.

In Gent harte die friedliche Partei, wie bereits angedeu-tet, um diese Zeit den meisten Einfluß gewonnen, besondersdurch Zuthun des Grand, Doyen Matis, welcher das demErzherzog durch Borenthaltung seines Sohnes zugefügte Un-