tcn, glühenden Hang nach Eroberung und Siegcsruhm folgte,fand der thatengicrigc Jüngling in mehreren geistvollen, un-terrichteten und besonnenen Männern bessere Vorbilder, durchderen Nachahmung ihm gesichert bleiben mochte, was im wech-selnden Glück der Schlachten so leicht verloren ging. Es istnicht zu zweifeln, daß Philipp dc Commines, der klarste Den-ker und der erfahrenste Staatsmann seiner Zeit, hierin ganzbesonders auf ihn eingewirkt habe, nachdem durch die Lehrenund das Beispiel seines Vaters Johann zu vielem andernschon früher der Gründ gelegt war.
Ueber die crstern Schicksale seiner Jugend fehlen unsnähere Berichte; eine Lücke, die bei manchem ausgezeichnetenManne doppelt schmerzlich fällt, da dem Geschichtsschrciber,dem Biographen und dem Psychologen nichts gcwinnrcichcrcszugleich und angenehmeres sich bieten kann, als den innern undallmähligen Gang der Entwicklung eines solchen Charakters,selbst aus ganz speziellen und scheinbar geringfügigen Zügen,hervorgehen zu sehen. Aber das Geräusch der Schlachten, dieVcrirrungcn der Konige und ihrer Diener, so wie die Jam-mcrtone mißhandelter Volker füllen nicht selten jene Stellein den Geschichtsbüchern aus und verschlingen durch allgemeine,monotone Schilderungen des in allen Perioden immer Wie-derkehrenden solch erquickendere Nachforschungen eines gebilde-ten Gefühls.
Die Jugend Engclbrechts erreichte in geistiger wie in phy-sischer Beziehung schon frühe den Charakter der Mannbarkeit.Bereits im vierzehnten Jahre tritt er als einer der FeldherrenKarls, damals noch Grafen von Charolais, auf. Er half,diesem, gemeinsam mit den Herzogen von Geldern und Clcvc,und dem Grasen von Horn, den verwüstenden Einfall in'sLurcmburg'schc bewerkstelligen "): darauf aber zog er in den
») Gniiül. rer. kUanNi'., 1561) p- 557 Z — -Lm.
<Ze kU^nilrc,?, .^nvei's 1624). Vom, II. 44z;'— (Ilisl. cluc» Ne Loui'gnAne). Vom. VII. p. 466.