— 7t —
schlimm für sie gestaltet. Nichts dcstowenigcr riefen sie nachkurzer Ruhe von Neuem den Zorn des Löwen hervor; und ersollte sich in seiner ganzen Kraft und Fülle, ja auf eine inder Geschichte fast unerhört furchtbare Weise, über sie entladen.
Die Eroberung der blühenden Stadt Dinant war dasblutige Vorspiel der größer,, Katastrophe. Den Hanptthcildaran hatte Johann von Nassau, auch in diesem, nur allzu-bcrühmt gewordenen, Kriege einer der vorzüglichsten Fcldhaupt-männcr Karls des Kühnen. Die Stadt wurde mit Sturmgenommen, g»d, da Letzterer keiner Großmuth Gehör mehr gab,auf das schrecklichste verwüstet. Die zum Cntsatzc allzuspätherbcigccilten Lüttichcr fanden nur Ruinen. Dessen unge-achtet empörten sich gleich einige Monate darauf die Dinan-tcr abermals und würden noch strengere Strafe erduldethaben, wenn nicht der Graf von St. Pol, aus dem HauseLurcmburg, Fürsprache für die Unglücklichen eingelegt. DenTag von Dinant hat in späterer Zeit Hugo Grotius, derVerfasser des Werkes über die Rechte des Krieges und desFriedens, in einem lateinischen Gedichte, als einer rühmlichenThat erwähnt und den Grafen von Nassau als „Eroberer derStadt" verherrlicht ").
Ein Hauptvcrdicnst um das Haus Burgund hatte Jo-hann auch noch durch die Unterstützung der Schritte HerzogPhilipps, seinen natürlichen Sohn, David, als Bischof vonUtrecht durchzusetzen, sich erworben. Dieser Prälat, ein Mannvon großem Talent und entschiedenem Wesen, spielte nachmalseine bedeutende Rolle in fast allen Niederländischen Geschäftenund die Jahrbücher melden.reichlich von ihm. Die Bastarde,fast der meisten großen und edlen Häuser im Mittclalrerwaren so die geistreichsten als die gclicbtcsten unter den Söhnen.
Histoi'ia populi Mu-re/ie,- LvIIect. IV.
7,.,. 7/u,'osu5. 77. 7v,u. 77,'utc/'. Her. öuix. 11g. .
Henuz viassov. V. 174.