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und seltene Weine empfing. Der Herzog schien sehr gerührtvon seiner treuen Sorgfalt und zeichnete ihn seitdem mannig-fach aufs Neue aus. Die Vcrläumdnngcn neidischer Gegnerunter den cingebornen Edeln, welche den großen Einfluß einesfremden Geschlechts in die Landes-Angelegenheiten ungernsahen, dienten nur zur Verstärkung desselben.
Um dieselbe Zeit oder bald darauf wurde Engelbrcchtauch dem burgundischen Hofe bekannt, und gewann das Ver-trauen Herzog Johanns IV. des Unerschrockenen. Beide wur-den aufrichtige Freunde. Der Graf widmete bisweilen seinenArm den Unternehmungen dieses tapfern Fürsten. Dafürwurden 500 Franken Jahrcinkünftc zu Tcndemonde ihm an-gewiesen ?'). Auch mit den Brüdern Johanns, A"ton undPhilipp, stand er auf gutem Fuße.
Engclbrecht blieb übrigens seinem Lchcnshcrrn, dem Her-zog von Brabant, getreu; nur wo Fragen zur Sprache kamen,welche auf die Freiheiten des Landes, so wie auf die Ein-griffe des regierenden Hauses in die Befugnisse der Standesich bezogen, sah man ihn mehr als einmal in heftigem Ge-gensatz. Er unterstützte die Gencralsiaatcn, zumal bei Anlaßder Versammlung von Löwen, kräftig in ihren Klagen überschlechte Gcrichtspflcgc und über noch schlechtere Bcschützungder preisgegebenen Städte gegen die täglichen Plackereien derFranzosen Doch scheint es nicht, daß dieser Umstand
das gute Vernehmen im Allgemeinen gestört habe. Wenigstenssehen wir ihn sowohl bei der Fehde mit Kölln, als bei demvergebens von besonnenen Freunden widerrathcnen Fcldzug ge-gen die Engländer im Jahr 1.514 eifrig für des Herzogs In-teressen bemüht. Der getroffenen Abrede gemäß war er miteiner bedeutenden Truppcnmasse, als Verstärkung, bereits aufdem Marsche und am 26. Oct. zu Mons eingetroffen, als ex
5) Arnold! II. izz.^') : lies Lrakanl. 1^. XVII.
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