Viertes Kapitel.
Geschichte der einzelnenSöhneJohanns I.vonNassau-Dillcnburgi Adolf i-, Iohann n. der Haubener.Engelbrecht I-, Herr zu Polanen und Breda.
Stürme mannigfacher Art trübten die Regierung Adolfs I.Der Städtebund am Rhein und seine Genossen vom Adel,darunter oft der eigene Verwandte, Ruprecht von Nassau,wider den Adel am Rhein und in der Wcttcrau, hadertenmit einander auf blutige, nicht selten unwürdige, Weise. DerSchwähcr des Grafen, Gerhard von Hattstcin, trug viel daranSchuld, daß derselbe mit Frankfurt, der Reichsstadt, heftigvernnwilligct wurde uno beide Theile empfindlichen Schaden sichzufügten. Die Vasallen und Leibeigenen einer- und diefriedlichen Bürger und Kaufleute andererseits büßten für frem-den Ucbcrmuth. Dörfer und Maycrhvfc gingen in Flammenauf. Aber die Häupter halfen sich bald wiederum durch be-gütigende Verträge. Nassau-Dillenburg stützte sich durch einVündniß mit Trier, welches oftmals in großen VerlegenheitenVermittlung und Beistand brachte. Doch ehrte er die Fami-licnbandc gegenüber den Gancrben von Nassau, den streitbarenRuprecht allein ausgenommen, welcher in Folge seines Betra-gens gegen die Geschlcchtsgcnvssen keine Schonung übte undgegen welchen auch der Prälat damals von ihm Hülfe suchte.
Das neue Verhältniß zu Erzbischof Werner hatte unterseinen nächsten heilsamen Früchten besonders den Vergleich