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noch die Hallen des väterlichen Schlosses erreichen; dort ver-blutete er an den empfangenen Wunden
Die Fehde hatte damit ihr Ende noch nicht erreicht; diePlackereien von beiden Seiten dauerten fort, zu nicht geringemSchaden Limburgs, dessen Verkehr außerordentlich durch dielange Unsicherheit der Straßen litt und dessen Weichbild oftmalsvon den Dietzischen schwer heimgesucht wurde. Endlich imJahr 1Z48 kam eine Sühne zu Stande zwischen dem altenGrafen, seiner Schwiegertochter Jutta und ihren Söhneneiner — und der Stadt Limburg andererseits. Der Gestor-bene erhielt eine ewige Scclmcsse, seine Familie aber dritthalbtausend Gulden zur Entschädigung.
Bald nach diesem bedaucrnswcrthcn Ereignisse starb auchGraf Gottfried^) und sein Enkel Gerhard VII. kam min-derjährig zur Regierung. Von seinen Geschwistern nahmGottfried (II.) das Tcutsch.-Ordcns-Krcuz; Johann fielnoch in zarter Jugend dem traurigen Geschicke des Hauses;Agnes ward an Eberhard V. von Katzencllcnbogcn vermählt.Mannigfach bewegt war das Leben des Erstgenannten. Wirübergehen seine ersten urkundlichen Verrichtungen und Rcchts-strcitigkcitcn und erwähnen blos seiner Zwiste mit Nassau-Wcercnbcrg über den Besitz Kirbcrgs; sie endigten damit, daßdas Dorf zu einer Burg und Stadt erhoben, und Sondsbachund Bubcnhcim mit in deren Ringmauern aufgenommen wur-den. Auch Cambcrg erhielt durch diesen Grafen Burg- undStadtgcrcchtigkciten.
Bei dem Churstifte Maynz bekleidete Gerhard das Erz-schcnkcnamt und ward zu allerlei auszeichnenden Dienstenverwendet. Auf dem bekannten Römerzugc von 15S5 war er
') Vergl. vorzüglich Mecbthcl, Limb. Chronik (bei HontheimS. 1080.) /Inn.il. I'revinen!.. II. 211. W 0 II k I.
551 auch Arnold! 11.73. Bogt III. 2Z9—211. Vogel 7.»») Vor 1Z1Y.