Herzogthum Nassau.
Friedrich August*)
(succ. als Fürst, v. Nassau-Usingen**) s. Bruder Karl Wilhelm am 17. 5. 1803, Herzog, in
Folge Beitritts zum Rheinbunde seit 12. 7. 1806, f 24. 3. 1816 ohne Erben.)1805
20. 10. Goedecke I., j-, A. für Friedr. Willi. G., Herzog!. Nass. Major, „wegen Aus-zeichnung vor d. Feinde als Komm. d. Regiments „Nassau" in der Schlachtbei Ocana (Spanien)." Er war der Oheim des am 9. 6. 1830 — s. unten —Nobilitirten u. starb, nachdem er 13. 9. 1817 in den Niederländ. Adel auf-genommen worden war, als Niederländ. General. W.: In S. ein schmaler r.Querstrom, auf welchem mit 2 Spitzen ein fünfstr. gestürzter g. Stern ruht.Gekr. II.: 2 Strf. Schildh.: 2 wilde Männer.
11. 12.
181t
15. 2.
Fabricius, x, A. (d. d. Biebrich) für Karl Friedr. Heinr. F., Herzgl. Nass. Geh.Leg.-Rath u. Geschäftsträger (noch 1812) in Paris. W.: In B., innerhalbeines s. Lorbeerkranzes, ein g. Ordenskreuz. Auf gekr. II. ruht ein geharn.Arm (das Schulterstück in Wolken gehüllt) eine Krone ht. D.: b. s. —Devise: „Crux coronatur."
Runkel, A. (publ. 13. 4. ejd.) für Job. Friedr. IL, (geb. 1774, f 1851) Herzgl.Nass. Hauptmann zu Heddesdorf (Amts Neuwied), „in Anbetracht, dass seineVorfahren bereits in Kriegsdiensten gestanden u. im Auslande als zum Adelgehörig betrachtet worden sind." Das Richtige dürfte sein, dass sein VaterJohann Justus lt. (geb. 1740, f 1828) als Messerfabrikant aus Soest nachEngland gekommen, daselbst grosses Vermögen erworben und Adel undein ähnliches Wappen wie die alten Rheinischen Runkel, letzteres bestä-tigt durch einen Wappenbrief des Englischen Wappenkönigs (d. d. London16. 1. 1802), angenommen hatte Die preuss. An. erfolgte am 6. 4. 1830.W.: (1811) (Bernd. Rhein. Wpb. I. Taf. 108, Nr. 216.) Geth. von G. überHermelin, darin 2 r. Pfähle u. ein b. rt. Obereck, worin ein aufg. g.-begr.s. Schwert. Auf d. g. r.-bewulst. Helme ein gr. Berg, darauf, vor einem gr.Farrenbusch, das Schwert. D.: r. g. Devise: „SPES IN DEO."
1813
Anerkennungen des Freiherrnstandes haben in diesem Jahre erhalten:
1) Bismarck, Job. Heinrich Ludwig Flu v. B., Hz. Kammerherr u. Hofmar-schall (cfr. 12. 10. 1831) aus uraltpommerschem Geschlecht. W.: Stw. (s.Kleeblatt, im Dreipass mit, 3 g. Eichblättern best., in B.)
2) Bose, Carl Fh. v. B., Hz. Kammerjunker u. Lt. hei d. reitenden Jägern, ausuraltsächs. Geschlecht. W.: N. S. Nass. A. Tab. 5. (Stw.) Innerh. r. Bordesvon S. u. 44 1 gespalten.
*) Derselbe vereinigte, laut, Bekanntmachung vom 31. 6. 1806, seine (Usinger)Lande mit denen des Weilburger Hauses zu einem Gesammtherzogthum, in welchem Er alsSenior mit dem Herzoglichen, Friedrich Wilhelm von der Weilburger Linie (s. unten)mit dem Fürstlichen Titel gemeinschaftlich regierten.
**) Diese Linie hatte in Person des Grafen Vollrad v. N.-U., Urgrossvaters Friedr.Augusts, d. d. 4. 8. 1688 den Reichsfürstenstand erlangt.
K
,