Fürsteilthum Liechtenstein.
I. Diplome, verliehen von dem Fürstlichen Hause Liechtenstein, inFolge des d. d. Prag 30. 3. 1607 verlieh, kleinen, sowie des d. d. Wien14. 11. 1633 verlieh. Grossen Palatinats, bestätigt und vermehrt d. d. Ebers-dorf 23. 10. 1654 von K. Ferdinand III. u. d. d. Wien 23. 1. 1719 durchK. Carl VI.
1. Carolinische Linie.
Graf Carl.
Stifter der Linie, Bruder des unten genannten Gundakar, erhielt d. d. Prag 30. 3. 1607das kleine Palatinat*) (mit Wapp enbrief-Ertheihragsrecht,) d. d. Brünn 3. 9. 1608den Reichsfürstenstand und hierüber von König Matthias v. Ungarn u. Böhmen d. d. Wien20. 12. 1608 u. desgl. f. die kais. Erblande d. d. 5. 3. 1610, die Bestätigung, ferner denTitel: „Herzog u. Fürst v. Troppau" d. d. Linz 28. 12. 1613, den Titel: Fürst u. Herzogzu Jägerndorf d. d. Prag 13. 5. 1623, I. Regierer des Hauses Liechtenstein, f 12. 2. 1632.
(vacat.)
Fürst Carl Eusebius
(geb. 11. 4. 1611, 11. Regierer seit 12. 2. 1632, j- 2. 2. 1684).
12. 6. Leitter von Tannenberg, A., mit ob. Präd., für Lorenz L., F. Liechtenstein'-schen Rath (d. d. Wien). W.: Unter r. Schildhaupt, worin 2 g. Sterne, inS. auf gr. Hügel ein gr. Tannenbaum. Auf dem gr. g. r. g.-bewulst Helmeein wachs, r.-gezäumtes s. Pferd zw. off. g. Fluge, je mit r. Schildhaupt,darin ein g. Stern. I).: gr. g. — r. g. (cfr. 1723).
Fürst Johann Adam Andreas
(geb. 17. 8. 1662, III. Regierer seit 2. 2. 1684, f 16. 6. 1712 als Letzter der Caro-linischen Linie.)
(vacat).
S. Grnndakar'sohe Linie.
Graf Gundakar.
Stifter der Gundakar'schen Linie, Bruder des obengenannten Carl, erhielt d. d. Wien 23.6. 1620 von K. Ferd. IL, nebst Bruder Maximilian, die Bestätigung, resp. Ausdehnung desLetzterem von Matthias, König von Ungarn u. Böhmen d. d. Wien 20. 12. 1608 verlieh.Fürstenstandes ferner ein Reichsfürstendiplom ri. d. Wien 12. 9. 1623, das grosse Pa-latinat (ohne Nobilitationsrecht) d. d. Wien 14. 11. 1633 und d. d. Ebersdorf 23. 10. 1654die Ausdehnung dieses Diploms auf Nobilitationsrecht. Er starb 5. 8. 1658.
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4. 3. Weidlich, (Veidlich) Wappenbrief für Martin Johann W., (aus Freiwaldau inSchlesien gebürtig, cand. jur. utr., Bürger u. Stadtschreiber der Fürst]. StadtMährisch-Tribau, nebst Bruder Michael (d. d. Littau in Mähren). W.: VonS. u. 4Ü 5mal geth., die s. Plätze je bei. mit g.-besaamter, sechsblättr. r.Rose. Auf dem # s.-bewulst. Stechhelm, mit dgl. Decken, ein s. Kranichmit Stein in d. erhob, rt. Kralle.
*) Da diese Linie niemals das grosse Palatinat gehabt hat, so ist die 1662erfolgte Erhebung der Leitter v. Tannenberg eigentlich zu Unrecht geschehen.