(') S-brb. Fried, von Fürstenberg -in I. Münch, vom 1!. Juli1543; Z. Münch's an Fried, von Fürstenberg, vom 27. desselb.M.; Schreiben an G. Wilhelm, vom August 1543.(') Schreiben Z. Münch'».
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Friedrich entschloß sich nunmehr zu gewaltsamer Aus-weisung der Prediger. Sie verwahrten sich zuerst gegendie harte Maßregel; sodann riefen sie des Grafen Mitleidund Wilhelms Verwendung an, und baten um Frist. Instrenger Winterszeit, mit Frau und Kind, könnten sieunmöglich in das Elend wandern. Man dulde ja im Kin-zingcrthal die Juden, warum nicht auch sie? (')
Graf Friedrich bestand auf unbedingter Annahme desInterims und wiederholte seine Drohungen. Münch über-gab einem Ausschuß der Prediger diesen Bescheid. Nun-mehr überreichten sie ihm eine lange Beschwerdeschrift mitvielen Beilagen; ihre Weigerung der Annahme des Inte-rims in mehreru Punkten war ausführlich darin entwickelt.Allein der Abgeordnete erklärte, daß er seinem Herrn mitdiesem Geschreibsel nicht beschwerlich fallen wolle und be-gehrte eine kurze Darstellung ihrer eigentlichen Beschwer-den. Er übersandte sie an Friedrich und suchte inzwischenmehrere der Störrigsten einzeln zu bearbeiten. Allen Dis-putationen über die Sache selbst suchte er auszuweichen.Münch rieth gleichwohl dem Grafen, einige der Bedeu-tendcrn zu sich selbst einzuladen und wegen der Messe zuanderer Überzeugung persönlich zu bereden. Die Weigern-den sollten sodann erst ausgewiesen werden. Doch hatteer Menschlichkeit genug, auch in diesem Falle für sie umFrist bis Anbruch des Frühjahrs zu erbitten. (I
Der Vorschlag fand Beifall; inzwischen stellte der Grafden Priestern sämmtliche Verrichtungen ein, besetzte ver-schiedene Stelleu mit Meßpriestcrn, oder auch wohl mit