Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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säumigen Bundesgenossen gemacht hat. Vielmehr ersehenwir aus verschiedenen, seither aufgefundenen Urkunden,daß Wilhelm, wie auch zum Theil sein Bruder Friedrich,der Söhne des Gefallenen und Balthasars Slör, seinestreuen Dieners, redlichst sich angenommen, nicht ohne ei-gene große Gefahr. Der Bischof zu Straßburg und dieStadt suchten zwar gleich die Irrung zu Mitteln; dochvereitelte Wilhelm ihre Mühe längere Zeit dadurch, daßer weder den Unterhandlern, noch den Einungsfürsten be-stimmte Antwort gab, sondern gleichsam auf wehrhaftenFuß sich setzte und eine drohende Stellung gegen Letzterebeibehielt. Die Fürsten sorgten daher in ihrem Abschied, derim Feldlager vor Ebernburg getroffen wurde, gegen einenkünftigen Überfall von dieser Seite vor.

Die Straßbnrger setzten nichts dcstoweniger ihr Vermitt-lungswcrk fort und sandten zu Wilhelm, der für sich undseinen Bruder zugleich die Sache leitete, eine Botschaft,welche der drei Verbündeten Gesinnungen nud Maßregelnihm mitthcilen sollte; der Graf über seine Gefahr besserbelehrt, erklärte: er hatte Franz von Sickingen weiternicht unterstützt, als in so fern, daß er im Kriege widerTrier ihm zugezogen; einige Gefangene scycn zwar nachElliconrt beschieden worden, (') doch wider sein Wissenund Wollen; er habe dieselben auch nur mit vieler Müheund auf ihr eigenes eifriges Bitten in jene Stadt ein-gelassen ; auch scy ihnen freigestellt worden, nach Gefal-len ungehindert wieder heimzukehren, was sie später auchbenutzt hätten. Schwcikard von Sickiugcn und seinen Brü-dern werde er in keinem gewaltsamen Unternehmenwider die Fürsten Vorschub leisten, auch der Gefangenensich gänzlich entschlagen, doch bitte er, daß auch die Für-

<.') D. h. sich dort zu stellen nick ritterliches Ehrenwort.