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2 (1830)
Entstehung
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worden. Auch die Mutter, Elsbeth, deren jovialer Geistauf ihn übergegangen zu seyn schien, wahrend der den-kendere Friedrich mehr nach des Vaters Ernst sich bildete,hat er von Zeit zu Zeit besucht. ()

Wilhelm widmete sich nuumehr um das Jahr 1512 demKriegsdienste des Kaisers, welcher schon früher ihn zumRath und Hauptmann in der Ortenau bestellt hatte; (')und erhielt noch in demselben Jahre den Befehl, mit 16gerüsteten Pferden und einem Edeln sich zum Reichsheerzu stellen, um den Feldzug wider die Vcnetianer mitzu-machen, welchen übcrmnthigeu Republikanern MaximilianUntergang geschworen hatte. Es scheint, daß der Grafwährend desselben, wenn auch nicht eben glänzende Thü-len vollführt, doch aber des Kaisers besondere Aufmerk-samkeit auf sich gezogen und den Ruhm vielen persönli-chen Mnthes sich erworben habe.

Uber sein ferneres Thun und Treiben vom Ende diesesKrieges bis 1514 fehlen beinahe alle Nachrichten. Es istaber wahrscheinlich, daß sein Leben wahrend dieser Zwi-schenzeit einen rein bürgerlichen Charakter trug; daß erbei süßem Liebesspiel (I und im Umgange mit ritterlichenFreunden die träge Flucht der Stunden beflügelte. Bloseine kleine Fehde mit Michael Vozheim, entstanden ausunbekannter Veranlassung und ohne besonderes geschicht-liches Interesse, beschäftigte ihn eine Weile auf ernstereArt. Ein Vergleich schlichtete endlich den Handel. Bis Aus-trag der Sache verpflichteten sich beide Thcile, ferner widereinander nichts vorzunehmen. Die Entscheidung selbst wurde

(4 Zimmern'sches Mscpt. Rubr. G. Wolfganz.c°) Dekret ä. ct. Jnobruck, 13. Zu»i 1511.

(') Davon die Zimmern'sche Chronik allerlei, freilich nicht ohneÜbertreibung, zu melden weiß.