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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
Seite
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Schwesterliche Liebe und alles Gutes zu voran, lieberHerr und Bruder! Zch wollt gern wissen, wie es Euchnoch gienge. Euer Krankheit halb. War mir ein Freud,wenn es Euch wohl gieng, und sich Euer Sach bessert.Es stehet jetzt von der Gnaden Gottes recht in meinemConvent, daß ich nit zu klagen Hab, Gesundheit halb;aber sunst vergißt Gott unser nit mit vielen schwerenZufällen. Daß uns grosser Schad geschieht an Früchtenund Vieh, müssen wir Gott befehlen. Der weiß derSachen was recht zu thun. Es ist jetzt zu Neuburg vielgrosser Unmuß; richt sich, der ein Fürst mit grossem Ge-präng zu der Hochzeit; der ander Fürst in dem Krieg,daß also mein Sach gar hernieder liegt, unser Güter halbzu Herspruck; muß noch länger warten, ob mit der Zeitein Glück komm. Daß das Gotteshaus vergnügt werd,liegt mir nit weniger an. Geb das Geld, welches dieHerren von Nürnberg geben haben, jetzt alles aus, mitdem Bauen und grossen Gepräng; hoff aber je, Gott werduns nit verlassen. Zst besser, hoffen in Gott, denn indie Fürsten :c.

Die würdig Mutter zu St. Klaren hat mir ge-schrieben, wie Gott der Herr Euer Tochter Crescentiagefordert Hab. Ist mir getreulich leid, wiewohl mir nitZweifel, Gott Hab im Besten geordert, und freu mich,daß sie so vernünftig und willig gestorben ist. Gott seyihr gnädig! Hab nit Sorg, daß Ihr Euch zu viel um siebetrübt. Daun, was Gott thut, ist gut und recht. De-rohalben wir uns seinem göttlichen Willen willig ergeben.

Es steht jetzt recht um Euer Tochter Charitas;hoff, ihr Schwachheit, die sie schier zwei Jahr erlittenhat, soll ihr zu Gutem kommen. Sie läßt Euch ihr kind-liche Treu sagen, und groß danken um das gute Drisenet