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Charitas Pirkheimer, ihre Schwestern und Nichten : Biographie und Nachlaß
Entstehung
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wo

steril haben sprechen lassen, und ste der Schimpf nn gerawen,daß ste eins Theils von den Mannen gelaufen, und gern wie-der hinein wären. Oder könnet vielleicht aus Bosheit undNeid nit hören, das sie meiner Person und meinen Büchernso viel Lobs zugemessen, welches ich mich doch gar nichzitannehm, sonder mich deßselbs unwürdig erkenne, undsollt dieser Brief meinthalben in der Wahrheit so weitnicht kommen, noch ausgebreit worden seyn, wo Ihr desnit selber Thäter und Verräther gewesen. Denn obgleichfrommen Leuten aus meinen Schriften Trost und Besse-rung entsprossen, (darumb ichs auch erstlich angefangen,)so weiß ich doch wohl, daß ich nit mir, sonder Gott dieEhr zuschreiben soll, wie David spricht: I^cin nnbis Do-mino, non nodis, seil nomini tuo üe glorium.

Derhalben so ermahn ich Euch (wo Ihr änderst einchristlich Gemüth bei Euch habt), Zhr wollet die unschul-digen frommen Kinder mit solichen Händeln unbelästigetlassen. Zhr habt mein Buch wider den falschen Leelesiu-ilen. item des hochgelehrten Doktor Eochläus, ZoannisFabri, Herr Wolfgang Keßerbergs zu Frankfürt an derOder, des Erzbischofs zu Corcyra und andere Buchlein,die alle frisch ausgangen: warum reibt Zhr Euch nit anderselben eins? Was ists, daß Zhr Euch allein auf Briefleget, dieselben zu beschmieren, und ein do, den anderndort anfassen und beruchtigen, wie Zhr auch dem Abt vonChemnitz und ander fromme Leuten gethan habt/ KonnetZhr aber Euern neuen Glauben nit änderst ansahen, dannmit Znjurien wider all göttlich und bruderliche Liebe?Oder soll das Evangelisch seyn, daß einer sein Nächstenalso verrathe und verkauft? Meinet Zhr obgleich derKaiser und das ganz Reich Euer» Muthwillen itzo dul-den und leiden muß, daß maus darum allweg von Euch