Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
580
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Lissen, Lissa. Ein im 13. u. 14. Jabrh. zu dem meissensclienAdel zählendes Geschlecht, welches von 1254—1349 vorkam.

Zedier. XVII. S. 1623.

Lissow. Altes, pommernsches Adelsgeschlecht, von Micrael alsein Geschlecht der Freyen aufgeführt, aus dem gleichnamigen Stamm-hause im Lauenburg-Bütowschen. Dasselbe war 1615 zu Dzincelitz u.1618 zu Kompsow angesessen und hatte Dzincelitz unweit Lauenburgnoch 1671 inne.

Micrael , S. 501. — Gauhe , I. S. 12S5 : im Artikel Liitzau. — Zedier, XVII. S. 1629. —Freih. v. Ledebur , IL S. 43. — Siebmacher, V. 170. — v. Meding , II. S. 344. — Pommer.W.-B. V. 67.

List, Listen. Altes, lausitzisches und schlesisclies Adelsgeschlecht,weiches bereits 1299 zu Schollen bei Luckau und 1530 zuScheidelwitzhei Brieg sass und auch sehr zeitig in der Grafschaft Hoya begütert ge-wesen sein soll. — Die Familie brachte später in der Lausitz die GüterKomptendorf, Casel oder Kahsel, Drieschnitz, Zernitsch, Radeis, Schlau-roth etc. an sich und war auch 1700 in Schlesien zu Mühlbach unweitSagan gesessen. Von den Sprossen des Stammes traten mehrere in dielt. preuss. Armee. Ein Capitain v. L. starb 1808 u. ein Anderer 1818als Major a. D. Ein Bruder des Letzteren war Hauptmann im Infant.-Regim. v. Lettow und später im 2. pommer. Landwehr-Regimente undin neuester Zeit wird Friedrich Wilhelm Carl v. List, lt. pr. Lieutenant,als Herr auf Kahsel hei Cottbus aufgeführt.

Sinapius, I. S. 601 und II. S. 784. - Zedier. XVU. S. 1630 und 31. — N. Pr. A.-L. III.S, 277. — Freiherr v. Ledebur , II. S. 43 und 44. — Siebmacher , I. 53 : Die Listen, Schle-sisch. — Spener, S. 157.

Litli, v. der Litli, Lieth, Lytli. In Kur-Brandenburg anerkannterAdelsstand. Anerkennungsdiplom vom 22. Nov. 1698. — Altes, bre-mensclies Adelsgeschlecht, welches bereits 1219 Burglehen zu Beder-ltese besass, vom 14. Jahrh. an im ßremenschen mehrere Güter erwarbund vom 16. Jahrh. an auch in anderen hannoverischen Landestheilen,so wie im Lauenburgischen, wo schon Kuddewörde der Familie 1500zustand, begütert, wurde. — Friedrich und Segebado v. d. Lith huldig-ten 1219 dem damals neuerwählten Erzbiscliofe zu Bremen; Heinrichwar 1428 Drost des Schlosses Stotel; Jtirge kommt 1640 als Präsidentder bremenschen Ritterschaft vor und um dieselbe Zeit stand Claus alsOberst in der k. k. Armee. Letzterer hatte zwei Söhne: Franz undClauss II. Franz stand in k. k. Diensten und von demselben stammteMaximilian Alhrecht, k. k. Oberst, welcher den Freiherrnstand erhielt,doch ist nicht bekannt, dass er seineLinie fortgesetzt habe. VonClausII.entspross Tido Heinrich, Bürgermeister zu Bremen, dessen Söhne, Jo-hann, k. preuss. Hof- und Kammerrath, des jerichowschen Kreises undder Stadt Burg Director u. Kriegscommissar u.Albert, gest. 1718, ersth.kurl.Rath, später k.russ. geh.Kriegsr. u. Oberkriegscommissar u. zuletztk. poln. Gesandter am k. pr. Hofe, den Stamm durch mehrere Kinderfortsetzten. —Aus der bremenschen Hauptlinie war 1712 Sebastian v. d.Lith, Herr auf Nieder-Ochtenhausen, Assessor bei efem hohen Tribunalzu Wissmar und Johann Arnd — ein Sohn des Gördt v. d. L., Präsi-denten der bremenschen Ritterschaft — Herr auf Ritterhude, Elmloheetc., Domherr zu Naumburg und Merseburg, und schwedischer Land-rath im Herzogthume Bremen. Später, um 1731, lebte Sebastian v. d.