geschüttet und den überall wirthlichen fruchtbaren Gauen die milde Schönheit der Schweiz verliehen,ohne deren Größe und Schrecken. Auch hier weilt der Freund der Geschichte mit inniger Theilnahmean den« gemüthsstarken Volke und dem, was es wollte und vollbrachte. Von hier ging das größtedeutsche Herrschergeschlecht der Vorzeit aus, stammet der mächtigste protestantische Fürst der Gegen-wart, und ergossen sich Ströme volksthümlichen Gesanges und tiefgehender Wissenschaft. DerHohenzollern, von wo sich der preußische Aar erhob, überraget die Gegend so stolz und be-herrscht sie so mächtig, daß sich in der Brust seiner Besitzer wohl ein Hochgefühl und ein könig-liches Streben regen mußte. Ueber Reutling en's Macht im Mittelalter und die ReichsfefteAchalm ist Uhland's Saiten eine herrliche Rhapsodie entklungen; es rühmt die Geschichte derReformation die Bürger von Reutlingen als ihre beharrlichsten Glaubenshelden, und der Gewerbs-fleiß sichert ihrer Stadt eine steigende Blüthe, auch nachdem sie dem verwerflichen Nachdruck entsagenmußte. Die Schmiede von Gmünd, am Fuße des Staufens, mahnten schon den deutschen KaiserHeinrich VI. durch die Gabe einer silbernen Wiege, der eignen Wiege niemals zu vergessen;Mergentheim war beinahe 399 Jahre lang der Sitz des Hochmeisters des deutschen Ordens,und so knüpfet sich an fast alle der hier dargestellten Punkte zugleich ein malerisches und ein ge-schichtliches Interesse.
Für die Städte Regensburg und Darmstadt sind diesem Bande zwei Ergänzungs-blätter angefügt, welche die Besitzer der ersten Bände gewiß willkommen heißen werden.
Ueber die Leistungen der Künstler enthalten wir uns des Urtheils. Das Werk lobe den Meister?Darmstadt, im September 1842.
vr. Karl Wagner«
Uebersicht des Inhalts.
Prag.
1. Das Titelblatt mit der Ansicht des Erzbrunnen in Prag. Nach der Natur gez. vonLudwig Lange. In Stahl gestochen von Joh. Poppel.
2. Der Altstädter Thorthurm in Prag. N. d. N. gez. v. L. Lange. Stahlst, v. I. Poppel.
3. Die Brückenthürme der Kleinseite in Prag. N. d. N. gez. v. L. Lange. Stahlst, v. I. Poppel.
4. Das Czcrnin'sche Palais in Prag. N. d. N. gez. v. L. Lange. Stahlst, v. I. Poppel.
5. Der Hradschin in Prag. Nach der Natur gez. von L. Lange. Stahlst, von Joh. Poppel.
6. Die Kleinscite mit dem Hradschin in Prag. N. d. N. gez. v. L. Lange. Stahlst, v. I. Poppel.
7. Die Kleinseite mit den drei Inseln in Prag. N. d. N. gez. v. L. Lange. Stahlst, v. I. Poppel.
8. Das Kreuzherrn-Kloster in Prag. N. d. Natur gez. v. L. Lange. Stahlst, v. I. Poppel.
9. Die Landtagöstube in Prag. N. d. Natur gez. von L. Lange. Stahlst, von I. Poppel.19. Die St. Nicolauskirche in Prag. N. d. N. gez. v. C. Würbs. Stahlst v. I. Poppel.
11. Panorama von Prag. Nach der Natur gez. von L. Lange. Stahlst, von Joh. Poppel.
12. Prag von der Nordseite. Nach der Natur gez. von L. Lange. Stahlst, von Joh. Poppel.
13. Das alte Nachhalls in Prag. N. d. Natur gez. v. L. Lange. Stahlst, v. Joh. Poppel.