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blühte, nach Preussen gekommen, und sie sind daselbst mit den injenem Werke näher angegebenen Gütern, I,ebnen lind Höfen belehnt wor-den. — Mehrere Kitter ans diesem angesehenen Geschlechte beklei-deten Würden bei den Ordens-Gebietigern , und die Familie wurde inBerücksichtigung der Dienste, welche berühmte Vorfahren dem Ordengeleistet hatten, von dem letzten Heermeister des deutschen Ordensund erstem Herzoge in Prenssen am 25. Oclbr. 1533 mit den Schar-lacker Gütern im Amte Labiau belehnt. — Die v. d. T. fuhren auch,nachdem die Provinz dem brandenburgischen Kurhause zugefallenwar, fort, ihrem neuen Vaterlande wichtige Dienste zu leisten, dieauch durch verschiedene Beweise der Huld des Landesherrn ihre An-erkennung fanden. Namentlich hat Achntius v. d. T. seinen Patrio-tismus dadurch dargethan, dass er dem grossen Kurfürsten 16,500Mark zu den Liibeckschen Friedens - Traktaten freiwillig vorschoss.Als Erkenntlichkeit dafür ward er am 5. April 1652 mit dem DorfeGoldbach belehnt. Nach und nach hatte die Familie auch theils durchKauf, theils durch Heirath, verschiedene andere Güter in Prenssenerworben, namentlich Poparten, Rodwienen, Sokallen, Schacklacken,Kapstieken, Perkuiken, Meiken, Kothen, Meerlauken u. s. w., späterauch Kasebalk und nach diesem Holstein im Schaakenschen Kreise.In die spätere Geschichte der Familie gehört die Trennung in zweiLinien und zwar in ilie evangelische oder preussische, und in diejüngere katholische oder österreichische; die letztere zerfällt gewisser-massen in die alte und in die neuere österreichische Linie, wie wirweiter unten näher aus einander setzen werden.
I. Von der iiltern Linie ist es uns gelungen, einen Stammbaumzu erhalten, der jedoch erst mit Chrislinn Albrecht v. d. T., kurbran-denburgischen Rittmeister, Herrn auf Scharlacken u. s. w. beginnt.Derselbe hatte zwei Söhne; der ältere, Christoph Ehrcnreich v. d. T.gelangte zur Würde eines königl. preuss. General-Majors von der Ca-vallerie, Ritters des Ordens pour le merite und Landeshauptmanns.Kr war Herr der Familiengüter, so wie auch von Scharklacken u.s.w.Zeitig war er in den kurbrandenburgischen Militairdienst getreten,war schon im Jahre 1700 gefreiter Korporal im Dragoner-RegimentMarkgraf Albrecht, ward 1705 Lieutenant, 1720 Major, 1724 Oberst-lieutenant, 1730 Oberst im Regiment v. Waldow Cürassier und starbam 14. Mai 1740 zu Königsberg in Preussen als General-Major a. D.Seine Gemahlin war Marie Charlotte, eine Tochter des llofgerichts-Präsidenten Albrecht Friedrich v. Derschau. In dieser Khe wurdenihm vier Söhne geboren. Die zurückgelassene Wittwe vermählte sichnachmals mit einem Sohne des Graten Karl v. Lostange, Oberstlieu-tenant im Regiment v. Kyau, und starb als Wittwe dieses zweitenGemahls im Jahre 1753 im November. — Der Bruder des General-Majors, Johann Heinrich v. d. T., wohnte im Jünglingsalter der Be-lagerung von Wien (16S3) und des Entsatzes dieser Hauptstadt durchden König Sobiesky von Polen bei, nahm die katholische Religion anund trat in österreichische Dienste. Auf diese Weise wurde er derStifter der österreichischen Linie (in. s. weiter unten). Diese beidenBrüder erhielten am 18. Aug. 1725 vom König Friedrich Wilhelm 1.eine Lehnsverschreibung über die im Amte Labiau gelegenen GüterGross-Scharlacken nebst Zubehör zu allen magdeburgischen Rechten.
Zwei Sühne des Generals Christoph Iihrcnreich v. d. T. pltanztenihr Geschlecht, das sich in vielen Zweigen in Preussen verbreitete,weiter in dieser Provinz fort, während ein Sohn, Friedrich Wilhelmv. d. T., der als Kornet bei dem Regiment Garde du Corps stand,die Festung Glatz Yerliess, sich nach Wien wendete und gewissermas-sen der Stifter des jungem Astes der österreichischen Linie wurde