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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Pöllnitz Pölzig.

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Im 5ten Uhlanen-Regiment stellt ein Enkel des erstem, der Ritt-meister v. P., Kitter des eisernen Kreuzes, erworben bei Heynau.Ein anderer Rittmeister v. I'. hatte sicli dieses Ehrenzeichen bei Gr.Beeren und der Hauptmann v. P. in Danzig erworben. Die v. P.führen im schräg getheilten silbernen und blauen Schilde, liier denKopf eines Löwen, dort drei goldene Sterne. Auf dem gekröntenHelme steht ein verkürzter Löwe. Decken schwarz und rotk.

Pöllnitz, die Freiherren nnd Herren von.

Ein uraltes, Thüringen, dem Voigtlande und Franken angehörigesGeschlecht, dessen gleichnamiges Stammhaus in dem sogenanntenOsteilande liegt. Im Jahre 1315 kommt Ludwig v. P. in einer Ur-kunde als Zeuge vor, welche die Stadt Jena betrifft. In den Dienstender Bischöfe von Bamberg, der Markgrafen von Anspach und Baireuthund der Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg kommen viele Mit-glieder der Familie vor. Hans Georg v. P. war kursächsischer Staats-minister und Gesandter in Kegensbnrg; er wurde im Jahre 1623 voneinem seiner Diener ermordet. Johann Emst v. P., der Sohn desvorigen, war kurbrandenburgischer General-Major, KammerherrundOber-Gouverneur der Festungen Minden und Ravensberg. Ein jün-gerer Bruder dieses Letztern war Bernhard v. P., kursächsischer Gell.Rath und Kanzler, der durch Vermählung mit Katharine v. Hoymdas Schloss Goseck bei Naumburg a. d, Saale und die wichtigen dazugehörigen Güter erwarb. Gerhard Bernhard v. P. war um das Jahr16S0 neubrandenburgscher Geh. Staatsrath, und Ludwig Ernst v. P.starb 1695 als kursächsischer Geh. Rath, Kanzler und Domprobst zuNaumburg. Sein Sohn Moriz Wilhelm war 1710 markgräfl. baireuth-scher Oberst- Hofmeister, Geh. Rath und Landeshauptmann. KartLudwig Freiherr v. P., durch seine Memoiren bekannt, lebte ampreussischen Hofe und war ein Schützling König Friedrich Wilhelm I.Der Hang zu Abentheuern trieb ihn aus Berlin, wohin er nach langenIrrfahrten wieder zurückkehrte und von Friedrich II. als Ceremonien-meister angestellt wurde. Er starb am 22. Juli 1775. Seine Memoi-ren führen den Titel:Memoires ponr servir ä fhistoire des quatrederniers Souverains de la maison de Brandenbourg." Berlin 1791.In der preuss. Armee dienten nnd dienen noch mehrere Mitglieder derFamilie. Einer v. P., der 1806 im Husaren-Bataillon v. Bila stand,ist 1813 auf dem Felde der Ehre gefallen. Diese Familie führt imsilbernen Schilde einen blau und silbernen Hausgiebel und auf demHelme zwei blau und silbern geviertete Büifelhörner. Decken Silberund blau. Siebmacher I. Th, S. 173.

Pölzig, Graf von.

Ein Freiherr v. Hanstein wurde bei seiner Vermählung mit Do-rothea Louise Pauline Charlotte Friederike Auguste, Prinzessin vonSachsen-Gotha, Tochter des Herzogs August von Sachsen-Gotha undder Prinzessin Louise Charlotte von Mecklenburg-Schwerin, geschie-dene Gemahlin des regierenden Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha(geb. den 21. Decbr. 1800, gest. den 23. Decbr. 1832), zum Grafenv. Pölzig und Baiersdorf erhoben. Er steht als Rittmeister des 8tenCürassier-Regiments in königl, preussischen Diensten.