Orsbeck — Orttenbnrg.
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Orsbeck, die Freiherren und Herren von.
Es sind zwei gleichnamige adelige Familien in den Rheinlandenvorgekommen. Mit Stephan v. O. beginnt 1277 die Geschlechtsreibederer v. O. Ein Nachkomme von ihm war Wilhelm v. O., Herr ai.fWennsberg und Elfern, der im Jahre 1557 als.Kanzler des Herzog-thums Jülich bekannt geworden ist. — Eine Linie ist im Jahre 16116mit Johann Friedrich Freiherrn v. O., kaiserl. General-Fehl marsch all,erloschen. Von einer andern Linie war Damian Emrich v. O. Dom-probst zu Trier und Speier, und Johann Hugo v. O. Churfiirst undErzbischof von Trier, Bischof zu Speier; mit ihm soll wieder 1711eine Linie, nach Andern sein ganzes Geschlecht erloschen sein. —Wappen. Sie führen oder führten im goldenen Schilde ein halb ro-thes, halb schwarzes Andreaskreuz, welches zwischen \ier Heizenliegt. Auf dem Helme den Hals und Kopf eines gezügelten weissenBosses. Decken rotli und Silber. M. s. Humbracht .S. 251. v. HaF-stein f. Th. S. 407. Gauhe I. Th. S. 1139 u. f. Siebmacher I. Tl:.S. 124. v. Meding III. Th. No. 58S. u. m. a.
Orttenburg, die Grafen und Herren von.
Aus diesem grällichen Hause, das in Beziehung auf seine Be- ■Sitzungen dem Königreiche Baiern angehört, haben zu verschiedenenZeiten Söhne im preussischen Dienste geslanden. — Christian Frie-drich Graf v. O., geb. den 30. Decbr. 1744, diente unter Friedrichdem Grossen in dem Regiment v. Kleist. Gegenwärtig steht FriedrichKarl Ludwig Graf v. O. (in. s. unten) in dem 8ten Cürassier-Uegi-ment zu Langensalza.
Ks führt dieses alte kärnthensche Geschlecht seinen Ursprung biszu Friedrich Grafen v. Sponheim hinauf, welcher im Ilten Jahrhundertnach Kärnthen ging, das Schloss Orttenburg erbaute und sich zuerstGraf v. Orttenburg nannte. Mehrere seiner Nachkommen waren Her-zöge von Kärnthen, andere erwarben die Grafschaft Orttenburg inBaiern. — Engelbrecht , ein Bruder Herzog Heinrichs von Kärnthen,ist der eigentliche Stammvater des Hauses; seine Sühne Ulrich undllapoth stifteten jener die kärnthensche, dieser die bairische Linie,wovon sich blos letztere erhalten hat, und bis auf die neuesten Zeitendie Grafschaft Orttenburg nebst den Herrschaften Seldenau , Neudegg,Kggelheim und einige Hofmarken in Baiern besass. Der Vater desjetzigen Grafen vertauschte eistere jedoch 1805 gegen die jetzigeGrafschaft Orttenburg-Tainbach in Baiern, auf welche alle reichsstän^dischen Rechte übertragen wurden. Aber im Jahre 1806 wurde dieGrafschaft mediatisirt und steht jetzt unter künigl. bairischer Hoheit.Sie enthält ein Schloss, 19 Dörfer, einige Einöden und 14 herrschaft-liche Domainenhöfe mit 3400 Einwohnern, worunter über 2300 Katho-liken, gegen 900 Lutheraner und ungefähr 100 Juden, auf 1) Q. Meile.Auch hat das Haus Besitzungen in Coburg. Der Graf führt den Titel:Graf zu Orttenburg-Tambach, des ältern Geschlechts, Graf zu Gä-chingen und Piittingen. Ihr Wohnsitz ist Tambach in ßaiern.
Franz Karl Rudolph Graf v. O., Standesherr, geb. den 4. Aug.1801, erblicher bairischer Reichsrath und Commandant der Landwehrdes Obermainkreises, folgte seinem Vater den 28. März 1831.
Geschwister.
1) Charlotte Christ. Wilhelmine Grälin v. O., geb. den 18. Aug-,1802, vermählte Fürstin Albrecht v. Sayn-Wittgenstein-Berleburg.