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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Kratz Krauel.

fehl liegt vier Standen von Erfurt, auf der Poststrasse nach Rudolstadt.Auf seinen zur Rechten und Linken liegenden Anhöhen stehen dieSchlösser Ober- und Nieder-Kranichfeld. Auf ihnen lebten die EdlenHerren v. K., im 12ten Jahrhundert schon in zwei Linien getrennt;die Poststrasse tlieilt die Stadt und Herrschaft in die Ober- und Nie-der-Herrschaft. Nach Erlöschung der Edlen Herren im 14ten Jahr-hundert gelangten sie an das Haus der Burggrafen v. Kirchberg. Nachverschiedenen Besitzern kam endlich in unsern Tagen Weimar in denBesitz der niedern und Meiningen in dem der obern Herrschaft. VonLuthger v. Kirchheim, einem Bruder Wolfs , Edlen Herrn v. K. 1180,stammte das nun auch schon lange erloschene Geschlecht der Edlenv. Kirchheim, aus welchem einer gleiches Namens in einem Dokumentevon 1246 noch gedacht wird. Das Dorf Kirchheim liegt zwei Stundenvon Erfurt über dem Steiger im Kreise Erfurt.

In Schlesien gab es ehemals auch Edle v. K. (s. Sinap. S. 541).

B. Ein Zweig der Edlen Herren v. K. erwarb zu Erfurt das Pa-triziat. Aus ihm war Johann v. K. 1508 Ober-Rathsmeister, Michaelv. K. 1540 und 1544 Vierherr und Sebastian v. K. bekleidete letztereWürde noch 1597. Bald darauf scheint das Geschlecht gänzlich erlo-schen zu sein.

Das Wappen der v. K. war ein silberner Kranich im rotlien Felde.Es verdient hier der Erwähnung, dass die geforsteten Grafen v. Greyerz(Gruyeres), deren Grafschaft und Herrschaften in den Kantonen Bern,Freiburg und Waadt lagen, und im löten Jahrhundert ausstarben, in-gleichen die adeligen Patrizier v. Greyerz (Gruyeres) zu Bern undFreiburg (welche beide Familien von den Grafen v. Greyerz ihrenUrsprung ableiten) ein und dasselbe Wappen mit den Herren v. K.führten, und dass Greyerz so viel als ein Kranichen-Feld oder Gaubezeichnet. Die adeligen Patrizier v. Greyerz aus Bern sind jetztin Baiern niedergelassen.

Kratz, die Herren von.

Das Stammhaus Kratz in der Uckermark war im Jahre 1375 nochEigenthum dieses Geschlechts. Nach Karl's IV. Landbnch habenBertram, Lüdiche und Henning v. K. auf demselben gewohnt und nochin Schönwerder und Metzelthien Güter besessen. Eben so befandensich verschiedene dieses Geschlechts in der Stadt Prenzlau und hattenGüter in und nahe bei der Stadt. Hechard v. IC. verkaufte im Jahre1364 seinen Antheil in Blindow an Henning Gülden. Heinrich v. K.kommt noch im Jahre 1431 als Zeuge beim Kaufe über Strehl vor.M. s. Grundmann S. 45.

Krauel, Herr von.

Friedrich der Grosse belohnte die heldenmüthige Tapferkeit desGrenadiers im Infant.-Regiment Prinz v. Darmstadt K., der sich na-mentlich bei dem Sturme auf den Ziskaberg bei Prag ausgezeichnethatte, durch die mittelst Diplom vom 17. Octbr. 1744 ihm gewordeneAuszeichnung der Erhebung in den Adelstand mit dem EhrennamenK. vom Ziskaberge. Das dem Erhobenen beigelegte Wappen war einin Gold eingefasstes Schild, in Silber und rotli gespalten. In derrechten rothen Feidung zeigte sich ein geharnischter, ein Schwertführender Arm, in der linken silbernen drei brennende Granaten, obenzwei, unten eine. Auf dem gekrönten Helme schwebte eine dritte