278 Kohlen —• Kokorzowccz v. Kokorzova.
Kohlen, die Herren von.
Zu Königsberg in Preussen kommt eine adelige Familie diesesNamens vor. — Christinn v. K., Rathsherr zu Königsberg, war mitAuguste v. Derschau vermählt. Aus dieser Ehe war Reinhold Heinrichv. K,, der am 16. April 1698, dreizehn Jahr alt, als der letzte seinesGeschlechtes starb.
K o h 1 o, die Herren von.
Ein der Lausitz angehöriges adeliges Geschlecht, das am 28.Febr. 1594 vom Kaiser Rudolph eine Erneuerung seines Adels erhielt;das darüber sprechende Diplom ist für August Andreas v. K. ausge-stellt. Diese Familie besass grosse Besitzungen, namentlich die jetztgrällich Einsiedeische Standesherrschaft Reibersdorf, auch Tiirgau undEubau. In der Gegenwart scheint die Familie erloschen zu sein. —M. s. J. Fr. Seidel, des Kohloschen Stammes Cron und Lohn. Bu-dissin, 1670. Fol.
Kokorzowccz v. Kokorzova, die Grafen.
Dieses war eines der ältesten und ansehnlichsten grällichen Häuserin Böhmen, welches nach Balbin's Bericht mit dem ersten HerzogeCzecho in Böhmen aus Kroatien gekommen ist; davon lebten mehrereZweige in Schlesien.
Im Jahre 1130 Divislaus, 1203 Zdislnus,
Im Jahre 1250 starb Bartholomaus K. v. K. Dessen Gemahlin,Salome Freiin v.Waldeck und Schellenberg, starb 1270. Ihr Sohn war:
Heinrich K. v. K., Herr auf Wscherub, gest. 1362. Gemahlin:Katharina v. Nedviedkowa, gest. 1349. Söhn: Johannes auf Wsche-rub, welcher 1470 über 100 Jahre alt starb. Seine Gemahlin, Elisa-beth v. Daupova, gest. 1474, ruhet in der Kirche zu Wscherub.
Von ihnen stammte im fünften Grade ab: Ferdinand GrafK. v.K.,vermählt mit Maria Adelheid, F'reiin v. Printzen. Kinder: 1) GrafPeter Franz Joseph , 2) Wenzel Franz, 3) Johann Franz, 4) Ferdi-nand Franz Felix, 5) Franz Adam , 6) Julius Franz Maximilian,1) Michael Franz (1688).
Um das Jahr 1710 war Pcler Franz Graf K. v. K. oberster Miinz-meister des Königreichs Böhmen, und Wenzel GrafK. v. K., königl.Appellationsrath in Böhmen.
Nocli 1730 lebte in Schlesien Franz, des heiligen römischenReichs Graf K. v. K., beim hohen Domstifte zu St. Joh. in BreslauCanonicus.
Es haben sich auch die K. v. K. in Böhmen, Schlesien, Polen,und Mähren ausgebreitet. Am 19. Novbr. 1835 starb zu Wien Jose-phine. Gräiin K. vermählte Freiin v. Schönstem. In ihrem Wappen istein Löwe, welcher halben Leibes hinter einer Mauer hervorspringt.Leo pro muris stans et hostes arcens, bicaudatus, schreibt Balbinus.Von ihnen meldet Paprocius in Speculo Morav., sie wären ex Rhenipartibus in Polen, und so nach Mähren gekommen. Dergleichen AVap-pen führen auch die v. Eysersdorf in Schlesien, das Wappen aberderer v. Khokors und Camin in Schlesien ist verschieden. M. s. Ko-korzova in Gauhe's Adels-Lexicon.