Giuidelsheimcr — Gutacker. 201
hinterliess eine geb. 'v. Sulkowski als Witwe. Wir finden übrigensfrüher Edelleute dieses Namens, namentlich 1735 einen Major iinRegiment Glasenapp, llnns Jürge v. G., in den Listen aufgeführt. —Des oben erwähnten Caspar Joseph v. G. Sohn wurde LeibpageFriedrichs II., dessen Rinder Wilhelm v. G. stieg bis zum Major undhatte mit einer geb. Goldammer vier Sohne. Dennoch sind uns inder Gegenwart keine Zweige dieses Hauses bekannt. — Das Wappendieser Familie ist gespalten, in der rechten grünen Hälfte ist eineweisse Lilie, in der linken silbernen Hälfte aber ein halber schwarzerAdler oder ein schwarzer Adler, halb sichtbar, vorgestellt. Auf demgekrönten Helme stehen zwei in Silber und schwarz geviertete Adler-iliigel.
Gund eis Lei nie r, Herr von.
Andreas v. G., geb. zn Feuchtwangen in Schwaben (jetzt zumKönigreich Wiirtemberg gehörig), war königl. pretiss. Hofrath, Leib-Medicns des Königs Friedrich L, Director des Collegii Medici, undstarb im Jahre 1715 zu Berlin. Nachkommen von demselben habenwir nicht aufgefunden.
Grs mar, Herr von.
Johann Heinrich v. G. war kaiserl. Rath, Syndiens der Stadt Bres-lau und Herr auf Wilkawe. Fr starb im Jahre 1755. Seine Wittwe,Fleonora v. Wollf, vermählte sich zum zweiten Male, und zwar mitdem preuss. Hauptmann Christ. Friedrich v. Tettenborn.
Gusner, die Herren von, Bd. IT. S. 304.
Johann Karl Heinrich v. G. besass die Güter Adamowitz, Mark-lowitz, Zawada, Piesna und Heinzendorf; auch Pilgramsdorf undGoldmannsdorf sind Besitzungen dieser Familie. Sie führte im rothenSchilde den Schaft einer Hellebarde und auf dem Helme einen rothenverkürzten Edelhirsch. Decken Gold und roth.
Gutacker, die Herren von.
Die v. G. sind, ihrer Abkunft nach, Preussen. Michael v. G.,oder wie es nach der Bauern Sprache auch vorkommt, Gaudecker,Gaudeck, war Edelknabe beim Landgrafen Ludwig III. zu Marburg,später Kammerjunker und Stallmeister. Er war 1536 geboren. SeineEltern waren Andreas v. G. und Anna v. Göthen, die GrosselternCaspar v. G. und N. v. d. Schwiden. Er verehelichte sich mit Amaliev. Kennhingen, aus welcher Ehe neun Söhne und eine Tochter ent-sprossen. l*r starb zu Marburg den 22. März 1599 und wurde in derKirche des Teutscheniiauses beerdigt. Sein Sohn, Johann JHurchhartv. G., war Hauptmann (Commandant) im dasigen Schlosse. Im Jahre1650 lebte er schon nicht mehr. Das G.'sehe Lehn war der Sclrmied-bof im hessischen Amte Burgemünden unfern Ermenrode. Seine Brü-der, Karl und Heinrich v. G., lebten noch 1650. Diese statteten ihresBruders Tochter Christine aus.
Das Wappen dieser Familie steht am Schrecken- oder Elisabeth-Brunnen, wie auch in der Kirche des Teutschenhauses zu Marburg,und in Siebmachers Wappenbuche III. Th. S. 171 der KöhlerschenAusgabe. Es besteht aus drei silbernen gekrönten Blashörnern mit