Grochen.
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Burggrafen Wilhelm Ludwig v. <1. G., früher im Regiment Garde duCorps und gegenwärtig Kammerherr bei Ihrer königl. Hoheit derPrinzessin Wilhelm von Preussen, geb. Prinzessin von Hessen-Horn-burg, Ritter u. s. w.
Auch lebt noch zu Berlin die Wittwe des Ober-Burggrafen Wil-helm Ludwig v. d. G., geb. Grälin v. d. G.
Der adeligen Familie v. d G. gehört der General-Major und fn-specteur der Besatzung der Bundesfestungen v. d. G. in Mainz an, dersich das eiserne Kreuz bei Sevres in Frankreich und ausserdem nochmehrere andere Orden erwarb.
August v. d. G. ist königl. hannoverscherOberst von der Infanterie.
Kurl v. d. G., Prem.-Lieutenant a. D., erhielt 1813 in den Ge-fechten bei Nunsdorf und Trebbin das eiserne Kreuz II. Blasse.
Der Major Friedrich v. d. G. erwarb sich diesen Orden im Ge-fecht bei Coulommiers im Jahre 1814- und
ein Prein.-Lieutenarit Otto v. d. G. im Jahre 1813 bei Kister. Krist jetzt Besitzer von Kailisten; seiner wurde schon oben gedacht.
Viele Subaltern-Offiziere dienen gegenwärtig nocli im Heere.
Im Civildienste stehen ebenfalls einige v. d. G., namentlich:der Stadt-Justizrath Kurl v. d. G. zu Meine! undder Assessor bei dem Land- und Stadt-Gericht zu Bartenstein, auchRitter des eisernen Kreuzes II. Klasse Kurl v. d. G. Seinerist ebenfalls schon oben gedacht. Kr ist der älteste Bruder desoben genannten Besitzers von Kallisten.
Ausser den bereits erwähnten vier Majoraten, dem Erziehnngs-Iiause und dem Fidei-Cominiss Langheim, besitzt die Familie noch einkleines Seniorat in einem auf dem Gute Quossen ruhenden unablös-lichen Lehnstamme und ausserdem noch einen bedeutenden andernLehnstamm, dessen Niessbrauch nach einer bestimmten Lehnsfolgefestgestellt ist; dem neuen Besitzer aber nicht eher vollständig zurNutzung wird, als bis die etwaigen Passiva des Verstorbenen gedecktsind — falls der Verstorbene Vater des Nachfolgers gewesen ist.
Siebmacher giebt zwei Wappen derer v. d. G. Das erstere des-selben I. Bd. S. 168 ist das richtige ursprüngliche Familien-Wappen,welches auch die Grafen v. d. G. ohne allen weitern Zusatz beibehaltenund demselben nur zwei Adler, den preuss. schwarzen und den bran-denburgischen rothen als Schildhalter gegeben haben. Das Schild istgespalten und mit einem goldenen Rahmen eingefasst. Im rechtenblauen Felde steht eine silberne Lanze, die Spitze nach oben ge-kehrt, in der linken silbernen Hälfte ist eine rothe Greifsklaue, dieKrallen nach der linken Seite gewendet.
Im ursprünglichen alten Wappen linden wir die Lanze und Greifs-klaue in Gold. Auf dem offenen Turnierhelme Hegt ein weiss undrother Pilgerhut (ganz in der Form eines Kardinalhutes), der im gräf-lichen Wappen roth ist und silberne Schnüre und Quasten hat. DerOrdensrath Hasse giebt sechs verschiedene Wappen der Grafen undHerren v. d. G., sie sind aber sämmtlich in Beziehung auf die Wap-penbilder selbst, wie auf die Farben nur wenig von einander abwei-chend. Kines derselben zeigt auf dem Helme den v. d. G.'sehen Hutmit drei weissen Lilien an grünen Stengeln geziert. Kinige dieserWappen zeigen die Greifsklaue in der linken Hälfte und statt desSchwertes eine Lanze in der andern Hälfte. Das genannte Wappen-buch führt auch das Wappen der Herren v. Plötz und v. d. G. auf.liier ist noch ein silbernes, von einem schwarzen Balken in der Queredurchzogenes Feld im untern Theil des Schildes angebracht. Der
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