Fcntzel —• Fidicin.
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F e n t z e 1, die Herren von.
In Oestreich ob der Enns blühten im Jahre 1611 Achatius nnd Jo-hannes Gebrüder Fentzl znm Weyer-Wolffstein, auf Feyeregg, Seisen-burg und Grneb; in Schlesien im vorigen Jahrhundert Johann Ru-dolph v. F. im Oppelnschen; dessen Ehe mit Catharina Elisabeth v.Skronski n. Budzow blieb ohne Erben.
Das Wappenschild ist rechts durchschnitten, vorn gelb, hintenschwarz, darin ein aufspringender Löwe, dessen Untertheil im gelbenFelde schwarz, der Obertheil im schwarzen Felde gelb ist. Auf demgekrönten Helme zwischen zwei Hörnern, von welchen das vordereoben gelb, unten schwarz, das hintere oben schwarz, unten gelb ist,der Löwe unten abgekürzt, das hintere Horn mit den Tatzen haltend.Die Helmdecken schwarz und gelb.
Silesiogr. Henel. C. 8. p. 765 zählt sie zu dem scldesischen Adel,mit Angabe des Wappenb. P. I. p. 35, wo die v. F. unter den vor-nehmsten östreichischen Familien vorkommen.
Fernemont, die Grafen von, Bd. II. S. 165.
Dieses gräfliche Haus erhielt vom König Friedrich II. am 13. Sept.1748 ein Anerkennungs- Diplom, namentlich waren es die GebrüderJohann Franz und Johann Ignaz Grafen v. F. und Freiherren v. Bar-witz , denen diese Urkunde ausgestellt wurde. Das Wappen des Hau-ses ist seit dieser Zeit folgendermassen zusammengesetzt: Das Haupt-schild besteht aus vier Quartieren, die in der Mitte durch einen sil-bernen Balken im rothen Felde von einander geschieden werden ; imersten goldenen Quartiere ist eine Rose, im zweiten und drittenschwarzen ein goldener, nach der rechten Seite aufspringender Löwevorgestellt; im vierten, ebenfalls goldenen Felde liegen drei schwarzeHift- oder Jagdhörner. Das Mittelschild enthält den preussischen Adlerim silbernen Felde, und ist mit einer neunperlichen Krone bedeckt.Das Ilauptschild trägt drei gekrönte Helme; auf dem ersten (rechten)steht der Löwe verkürzt, aber gekrönt und die Rose in der rechtenPranke haltend , auf dem zweiten ist der preussische Adler und aufdem dritten ein wachsender wilder Mann, die Keule auf der Schultertragend und um Kopf und Hüften grün bekränzt, vorgestellt. DieDecken sind rechts schwarz und Gold, links rotli und Silber. Zweigoldene Greife halten das Schild.
Fe wer, die Herren von.
Eine adelige Familie dieses Namens, die vielleicht dieselbe ist,welche in Schlesien unter dem Namen v. Feuer vorkommt (m. s.Adels-Lexicon II. Bd. S. 165), war in Westpreussen begütert, dortbesassen im Jahre 1750 zwei Brüder v. F. das Gut Waldau bei Ma-rienwerder. König's Sammlung.
Fidicin, die Herren von.
Gottlob Ernst v. F., in seinem Vaterlande Helios Hygadus ge-nannt, ein Edelmann ans Neusohn in Ungarn, kam 1702 wegen Reli-gionsbedriiekung nach Oberschlesien und lebte, vermählt mit einer v.Pelchrzim, zu Czissuwka bei Pless. Von seinen Söhnen dienten zweiin der Armee.