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Cznpski — Czartoriski.
Czapski, die Herren und Grafen von.
Aus dem uralt adligen polnischen Geschlechte v. C. war JohannGeorg Theodor v. C., der 1779 als lauenhurgscher Landtagsmarschallund Herr der Janowitzer Güter starb. — Joseph v. C. schied 1779aus dem Regimente v. Schöning. — Anton Grat v. C., Rittmeistera. D., war Herr auf Lahna und Bollacken in Südpreussen. Kr tratin polnische Dienste und stieg in denselben bis zum General-Lieu-tenant. Aus seiner Khe mit Candida v. Lipski hatte er einen Sohn,Niclas, Graf v. C., der ebenfalls in polnische Dienste ging. M. s.Okolski Orb. Pol. T. 1. p. 170. Gauhe Anh. S. 1426 — 28. v. Hell-bach 1, Th. S. 254.
Czartoriski, die Fürsten von.
Dieses fürstliche Haus ist gegenwärtig in der Provinz Schlesienbegütert, wo der Prinz Adam Czartoriski aus der Linie Sangusko(u. s. w.) sich im Jahre 1837 angekauft hat. Die Familie Czartoriskiselbst gehört ihrem Ursprung und ihren Besitzungen nach dem König-reiche Polen an, wo sie seit Jahrhunderten zu grossem Reichthumund hohen Ehrenstellen gelangt ist.
Ihr Ahnherr war Korigel, der Sohn eines litthauischen Gross-fürsten und dessen zweiter Gemahlin Uliana. In der griechischenTaufe erhielt er den Namen Constantin , in der nachmaligen katholi-schen aber wurde er Casimir genannt; er liel in der Schlacht beiWilna 1390. Sein jüngerer Bruder Kuhard wurde in der Taufe Theo-dor genannt; er besass die Herrschaft Lutzk in Volhynien und wurdeder Ahnherr der Fürsten Sangusko. Die Nachkommen des Casimirnannten sich Czartoriski.
Schon im 17ten Jahrhundert erwarb sie die Reichsfürstenwürde,die im Jahre 1780 vom Kaiser Joseph bestätigt wurde. Sie zerfälltin die ältere und jüngere Linie. Die ältere Linie begreift die Nach-kommen Michael Georgs, die jüngere, im Jahre 1810 im Mannsstammeerloschen, diejenige des Bruders desselben, Johann Karls. Das Familien-haupt der altern Linie führt auch den herzoglichen Titel vonKlevan undZuckow. Unter den verschiedenen Mitgliedern dieses Hauses, diedemselben grossen Glanz gegeben und in hohen Staatswürden sichvorzüglich ausgezeichnet haben, ist namentlich anzuführen: Adam Ca-simir Fürst Czartoriski-Sangusko, kaiserl. österreichischer Feldmar-schall (seit 1805) und Inhaber des Infanterie-Regiments No. 9, wieauch Ritter des goldenen Vliesses und mehrerer russischer und pol-nischer Orden, geb. 1731. Als Abkömmling des hohen Geschlechtsder Jagellonen, Starost und General von Podolien war er nach KönigAugusfs III. Tode einer der Bewerber um den polnischen Thron.Viele Stimmen der Nation waren für ihn. Allein Stanislaus Ponia-towsky wusste sich die Krone zu verschallen. Fürst C. trat in öster-reichische Dienste, und da seine wiederholten Bemühungen, theils beider Nation selbst, theils bei mehreren Mächten, die WiederherstellungPolens zu erzielen, vergeblich waren, zog er sich auf seine Güterund dann nach Wien zurück. 1812 trat er wieder ijirentlich auf, undunterzeichnete als Marschall des Reichstages zuerst die Conföderations-Acte. Beim Wiener Congresse, der über seines Vaterlandes Schicksalentschied, erschien der Fürst an der Spitze einer polnischen Gesandt-schaft, und überreichte dem Kaiser Alexander die Grundlage der ent-worfenen Konstitution, der ihn darauf zum Senator Palatinus desneuen Königreichs Polen ernannte. Kr lebte später wieder zutiiek-